RAM, Südstaaten und Mittelwesten Teil 1 von Virgina nach North Carolina

Nach 2014, 2015, 2019 und 2023 ging es im Mai 2026 seit Bloggründung zum fünften Mal ins Land der unbegrenzten Träume. 2014 war Kanada mit Neuengland dran, 2015 Miami. Während 2019 mit der Fahrt im Winter von Detroit nach LA und mit der Miete eines 67er Camaros dort ganz eigene Höhepunkte bot, ging es 2023 an die Ostküste welche wir mit einer C7 Corvette erkundeten. 2026 waren drei Teilnehmer zu verzeichnen, was ein erneutes Mieten einer Corvette natürlich ausschloss. Auch soll ja eine neue Reise neue Eindrücke vermitteln. Daher beschlossen wir währends des Fluges, einen amerikanischen „Truck“ sprich Pickup zu mieten. Start und Ziel waren wie 2023 Washington DC bzw. der Dulles Airport in Virginia einige Meilen westlich von DC. Die Route sollte uns der Küste nach bis North Carolina südlich führen, während wir danach planten ins Landesinnere gegen Westen bis über den Mississippi zu fahren. Der Rest war relativ offen ausser, dass das Corvette Museum in Kentucky und Nashville Tennessee gesetzt waren.

Da ein Teilnehmer aus Deutschland anreiste, traffen wir uns am Vorabend bereits bei mir. Standesgemäss habe ich die Teilnehmer mit meinem 67er Valiant bei ihrem Parkplatz abgeholt. Am kommenden Morgen brachte uns Martina zum Flughafen zu unserem United Flug direkt von Zürich nach Washington. Flugzeug und Besatzung waren auch dieses Mal nicht direkt ab Presse, das ergab ein eingespieltes und relaxtes Team. Absolut empfehlenswert. Wir konnten auf dem Hinweg sogar auf den mittleren Reihen fast ausgestreckt einen Powernap geniessen, was will man mehr am Ferienanfang?

So lässt es sich auch in der Holzklasse kommod reisen.

Inklusive diverser Hollywood Klassiker zur Einstimmung über das Bordbespassungssystem.

Die Einreise in die USA ging fix vonstatten dank des Apps „MPC“, dass ich jedem empfehlen kann. Damit fotografiert man sich nach Ankunft und gibt sein Terminal ein. Danach kann man sich bei „US Citizens and MPC“ anstellen. Wir waren nach einer knappen Viertelstunde anstehen bereits am Gepäckband. Nachdem wir zügig mit dem Alamo-Bus zur Vermietstation kamen, durften wir einen Pickup auswählen aus unserer „Choose-Lane“. Es standen ein Jeep, zwei RAM sowie ein Honda Pickup zur Auswahl. Der Honda war von vornhinein ausgeschlossen, wir haben ja keinen Japanurlaub gebucht. Der Jeep wurde durch meine Mitreisenden ausgeschlossen, so wählten wir den RAM, der nicht nach Rauch stank. Es handelt sich um einen 2026 Laramie SST was Straight Six Turbo bedeutet wie uns die KI natürlich sofort beantworten musste. 🙂 Die 420 PS dieses 3.0 Liter Motors haben uns nie enttäuscht. Ein V8 ist immer toll, hier haben wir ihn nicht wirklich vermisst. Mehr zum Ram folgt in einem späteren Beitrag.

Unser erstes Hotel reservierten wir in Denton, Maryland. Erstens verlangt das ESTA-Formular immer eine Adresse, zweitens ist eine Hotelsuche nach der Ankunft mit Jetlag nur mässig lustig. Da wir bereits an Weihnachten kein zahlbares Hotel mehr an Delawares Atlantikküste fanden, reservierten wir ein Hotel zwischen dem Flughafen und der Küste. Wir wollten unbedingt am ersten Morgen am und auch im Atlantik sein. Der Feierabendverkehr am Freitag Abend rund um DC lehrte uns, aktiv die Karte und Google Maps zu konsultieren und als aktiver Beifahrer dem Fahrer klare Anweisungen zu erteilen. Mit einer kleiner Zusatzschlaufe fanden wir den Weg nach Denton. Nach dem Hotelbezug fuhren wir ins kleine und hübsche Stadtzentrum wo gerade ein Oldtimertreffen zu Ende ging.

Was für eine (ungeplante aber willkommene) Einstimmung auf unsere Reise 🙂

Der Auspuff dieses Käfers und der Sound würden im deutschsprachigen, spassbefreiten Europa vermutlich kaum unter 10 Jahren Haft abgebucht…

Dieser in Würde gereifte Roadrunner stand direkt vor unserem mexikanischen Restaurant

So ein 60er Jahre Auto macht auch bei Dunkelheit etwas her.

Unser Leben für die nächste Zeit; Ladebrücke laden und entladen. Selbstverständlich müssen die Koffer für einen Ausflug tagsüber in den Passagierraum und danach wieder zurück. Aber wir hatten ja auch unter anderem das Ziel, in Amiland nicht zu zunehmen. Da ist Gratis-Fitness immer willkommen.

Am ersten Morgen bestand das Trimm-Dich-Programm aus einem Bad im Atlantik. Aufgrund der kühlen Temperaturen von um die 52F beschlossen wir, in Dewey Beach DE die geschützte Bucht statt das offene Meer für ein Bad vorzusehen. Mein sexy Badetuch aus den 70ern ist übrigens jetzt pensioniert und verbringt sein künftiges Leben in Virginia.

Beweisfoto; ich gebe es zu, man(n) konnte noch stehen 😀

Morgenstimmung in Dewey Beach, in diesem Hotel schlief ich mit meinem damaligen Mitreisenden auf der Rückfahrt nach DC.

Der Weg zum Beach, man sieht, dass es durchaus windig war.

Erstes amerikanisches Frühstücksfeeling mit Smoothie, Mocha und kalorienunbewusster Festnahrung.

Heute fahren wir südwärts bis Virginia Beach

Der erste Unterwegsstopp heute ist Berlin, Maryland. Etwas ruhiger, freundlicher und aufgeräumter als das Original. 😉

Vor diesem Diner entdeckten wir diese C4 Corvette, über die Felgen waren die Meinungen geteilt.

Der Chesapeake-Bay-Bridge-Tunnel verbindet die Delmarva-Halbinsel welche aufgeteilt ist in Maryland, Delaware und Virginia mit Virginias Süden sprich Norfolk und Virginia Beach. Grundsätzlich handelt es sich um eine 17.6mi lange Brücke, welche aber zweimal mit Tunnelinseln unterbrochen wird, damit auch die ganz grossen Schiffe in die Bay kommen. Spannendes Bauwerk, seit ich einen Prospekt aus den 6oern in den Händen hielt, war für mich klar, hier möchte ich einmal drüberfahren. Die Brücke ist übrigens gleich alt wie der Ford Mustang; 1964.

Brücken bis zum Horizont, leider ist die Raststätte auf dem Meer bis auf weiteres geschlossen, da fleissig ausgebaut wird.

Drüben in Virginia Beach besuchten wir den „First Landing State Park“ wo 1607 die lokalen Siedler erstmals an Land gingen. Der Park ist eigentlich ein Stadtpark, was  aber völlig in Vergessenheit gerät aufgrund des Sumpfes und des Urwaldes.

Schildkröten waren eine gut sichtbare Tierart, viele weitere Arten haben wir sicher verpasst.

Wer sieht hier welche?

Wir bezogen Quartier in Virginia Beach und besuchten noch den Strand, verbunden mit einem kleinen Spaziergang hin auf dem Sand, zurück auf der Promenade. Gegessen haben wir im „The Atlantic on Pacific“ Restaurant, das wir Seafood Liebhabern sehr empfehlen können. Cider passt übrigens gut zu Austern wie ich feststellen durfte.

Auf dem Verdauungsspaziergang entdeckten wir genau so eine Corvette auch in der gleichen Farbe, welche wir auf unserer 2023er USA Reise gefahren haben.

Poserfotos mit unserem RAM kommen natürlich auch zwischendrin vor. Dieser Blog reklamiert ja keinerlei Seriosität für sich. 🙂

Am nächsten Morgen packte zwei Reiseteilnehmer die Lust auf Strand und joggen. Da wir noch in den Resten des Jetlags lagen, sehen Sie hier ausnahmsweise schöne Sonnenaufgangsbilder.

Die Natur hat das Poserbild wunderbar unterstützt…

Nach der Ertüchtigung noch ein tolles „wir waren hier“-Foto.

Den obligatorischen Kaffee* gab es dieses Mal mit Kuchen und Smoothie. Danach setzten wir die Fahrt südwärts fort, unterwegs stiess ich auf das „Military Aviation Museum

*Kaffee ist in Amerika grundsätzlich wie im grossen Kanton (Deutschland); braun, wässerig und wird in einer riesengrossen Tasse gereicht. Allerdings steigt in Amerika das Bewusstsein für guten Kaffee immer weiter und es gibt in vielen Orten liebevolle „Coffee Houses“ die man am besten in Google Maps mit dem Stichwort „Espresso“ findet. Es darf gerne ab 4.4 Sternen aufwärts sein.

Das Museum mit eigenem Flugplatz ist privat geführt und besticht mit einer unglaublichen Vielfalt an Ausstellungsobjekten und der Tatsache, dass die meisten davon noch fliegen und man eine gute Chance hat, einen Start mitzuerleben. Den Military PT Cruiser nahmen wir nicht allzu ernst.

Diesen Chevy hingegen schon, der handgeschaltete Pickup ist gut angezählt, darf aber noch für jede Betankung ran. Er wird entsorgt, sobald das Vorkriegstankfahrzeug fertig restauriert ist. That’s America, es läuft und klappt alles, oft mit Methoden, welche Dich in Europa sofort hinter Gitter bringen würden. 🙂

Da wir etwas zu früh waren, wollten wir noch den Saurierpark „Jerrassic Park“ nebenan anschauen. Wie Sie sehen, endet hier der Beitrag, der Autor dieser Zeilen hat vergessen, wie schnell die Echsen sind. Das letzte Mal Jurassic Park schauen war wohl zu lange her. 🙂

Nebenan war noch eine „Chilbi“, uns interessierten aber viel mehr die historischen Zugfahrzeuge der Schausteller.

09:00am, das Museum macht auf:

Auf dem Gelände befindet sich ein originales Flughafengebäude aus Ostengland, welches während des 2. Weltkrieges genutzt wurde. Das Haus wurde hier wieder aufgebaut und die Scheiben sind zwar neu aber noch vom selben Hersteller und in der selben Machart wie damals!

Es gibt eine eigene „Giftschrank“-Halle, in welcher sogar Wunderwaffen welche nie gebaut wurden, stehen. Die Amis hatten diese nur nach den gefundenen Plänen konstruiert.

Das Museum inkl. Führung war sehr spannend aber brachte etwas meinen „Zeitplan“ durcheinander. Wir beschlossen New Bern auf den nächsten Tag zu legen und nur noch das „Alligator River Wildlife Refuge“ zu besuchen. Alligatoren sahen wir hier keine, dafür auf Distanz eine Familie Schwarzbären und dazu mehrere Familien Mosquito…

Der Park ist auf jeden Fall sehenswert, man muss sich vorher aber gut vorbereiten, wo es überhaupt Trails zum Wandern gibt. Da sind viele State Parks besser erschlossen. Geschlafen haben wir in Plymouth, den einzigen Ort der Reise, den wir nicht unbedingt weiterempfehlen würden. Es gibt kein richtiges Restaurant vor Ort das geöffnet hat und im „Mr. Bojangle’s“ haben wir die einzigen unfreundlichen Amis getroffen; demotivierte Studentinnen. Wir bzw. vor allem ich tröstete mich mit einem Ford Händler Besuch, bei dem ich etwas feststellte, was sich auch bei weiteren Händlern bewahrheitete; Es sind gross mehrheitlich 4-Zylinder-Ecoboost-Mustangs welche hier angeboten werden. In Europa wären diese schwer(er) verkäuflich.

Wie das geht, erklärt uns die Tafel leider nicht…

Teil 2 folgt in Kürze.

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