RAM, Südstaaten und Mittelwesten Teil 4 von Arkansas über Oklahoma nach Kansas

Den heutigen Tag starten wir mit einer Smoothie- und Kaffeestärkung in Mena und fahren dann weiter in den Queen Wilhelmina State Park für eine grössere Wanderung. Danach besuchen wir den Runstone State Park, der hört sich spannend an mit seinen nordischen Runenschriften die hier eigentlich nicht sein dürften. Das Ziel heute wird ein schönes Motel wie man es sich im indianischen Mittelwesten vorstellt.

Das Wetter ist heute bedeckt und eher kühl. Wie jeden Morgen suchen wir nach „Espresso“ auf Google Maps

Bevor wir das Ziel aber erreichen, fällt mir wenige hundert Meter davor in einer Seitenstrasse dieser „Studebaker“-Schriftzug ins Auge. Natürlich müssen wir da genauer nachsehen. Es scheint eine Studebaker-Oldtimersammlung in einem alten Autohaus zu sein, auch die Tankstelle ist passend wie in den 50er Jahren als Studebaker noch eine grosse Marke war.

Beim Warten auf unsere Getränke sehen wir noch diesen schönen Suburban und „the brick“, den Volvo 240.

Das ganze Städtchen ist geschichtlich interessant, daher spazieren wir gemütlich trinkend durch den Ort.

Ob der Bahnhof noch für Personenverkehr genutzt wird, ist unklar, auf jeden Fall ist der dort abgestellte Sheriffwagen sehenswert.

Hinter Mena geht es noch durch etwas höhere Hügel als am Vortag Richtung Staatengrenze nach Oklahoma. Der Nebel nimmt zu, dass fast etwas Herbstgefühle aufkommen im Mai .

Leider steht keine Zeitangabe beim Trail im Queen Wilhelmina State Park. Egal, wir wandern einfach mal los. Der Wald schaut fast aus wie ein Regenwald, dazu dampft es passend und wir staunen über die Artenvielfalt am Wegesrand.

Der Weg zieht sich dann allerdings mehr als gedacht, liegt aber auch daran, dass es sehr rutschig ist. Das Ende des Trails liegt auf der Strasse auf der wir hergefahren sind. Danach sind noch gut 4mi Heimweg auf Asphalt zu bewältigen.

Wir waren nicht alleine unterwegs.

Hier kommen einzelne Teilnehmer aus dem Wald auf die Strasse…

…dank null Verkehr ist auch diese Etappe sehr angenehm.

Vor der Weiterfahrt geniessen wir noch ein Picknick auf der windigen Hügelspitze. Eine Gruppe Lowrider auf dem Heimweg unterhält uns mit ihren Autos und einem kleinen Austausch. So viel Offenheit würde man sich in Europa auch wünschen.

Der nächste Staat ist voll OK.

Kurz nach der Staatengrenze geht es einige Höhenmeter runter und das Klima wechselt von neblig kühl zu trocken und heiss innert weniger Meilen. Diesen Zug haben wir per Zufall in Heavener entdeckt und hofften auf eine baldige Abfahrt. Er läuft im Standgas und heizt die unmittelbare Umgebung noch etwas mehr auf, die Abfahrt haben wir dann aber nicht abgewartet.

Dafür habe ich auf dem Bahnhofsparkplatz noch diese tolle Nummer gesehen.

Oberhalb Heavener liegt der Runstone State Park, wo zw. der Ära von ca. 600 und dem Jahre 800 die Vikinger Spuren hinterliessen. Die Runenschrift im Felsen ist heute in einen Unterstand eingebaut. Aber auch der restliche kleine Park ist durchaus sehenswert. Die Erforschung ist anscheinend noch im Tun, schlussendlich würde das ja die Theorie über die Entdeckung Amerikas doch ins Wanken bringen.

Diese hübsche Bewohnerin zähle ich durchaus auch als sehenswert.

Unten in Heavener war es wieder einiges wärmer. Auch der nächste Zug machte keine Anstalten abfahren zu wollen.

Wir fanden nördlich Notchietown das schöne Motel „The Blue Doors“, die nächste Nacht in einem geschmackvoll und lokal eingerichteten Cabin!

Dieser MGB war auf dem Areal abgestellt und scheint regelmässig in Betrieb zu sein.

Was beim Airstream unklar war, in Bewegung sicher nicht, ob er noch bewohnt wird?

Unser Cabin mit unserem RAM, echt amerikanisch 🙂

Die Pizza im nahen Kettenitaliener war auch echt amerikanisch und dadurch auch echt bescheiden. Mir tun die Amis leid, die nie eine richtig gute Pizza probieren durften.

Die Pizza erforderte einen Verdauungsspaziergang.

Unser Hurricane mit dem Motelschild, was man am Morgen vor dem ersten Kaffee so alles ablichtet…

Heute fahren wir nordwärts und werden noch diverse Antique Stores sowie auch einen State Park besuchen. Dazu werden wir noch einige wenige Meilen auf der Route 66 zurücklegen.

Wieder einmal ein Bild für die „best of 5“ typischen USA-Bilder. 🙂

Da das Wetter noch nicht recht weiss, ob es jetzt Regen oder Sonne schicken soll, besuchen wir noch diesen sehr gepflegten Vintage Store. Die Besitzerin fühlt sich sogar verpflichtet, sich für „all our politicans“ zu entschuldigen, als sie erfährt, dass wir aus dem fernen Europa kommen. Ich teile ihr mit, dass wir ihr Mitdenken natürlich sehr schätzen, sie aber ganz sicher nicht in Sippenhaft nehmen. 🙂

Heute steht der „Natural Falls State Park“ auf dem Programm, er bietet einen schönen kleinen Rundweg denn wir mit einer Bachdurchquerung noch etwas erweitern. Alltrails meint, dass dies auch ein offizieller Weg ist, auf der anderen Bachseite geht es tatsächlich auch weiter.

Soo gross ist der Bach nun wirklich nicht oder? 🙂

Wir fahren weiter Richtung Norden, die Landschaft wird immer flacher, so stellt man sich die Great Plains vor.

Welcome to Miami, OK. Im Gegensatz zum berühmteren Pendant unten in Florida ist Miami erstens an der historischen Route 66 und zweitens OK. Der Witz ist nicht von mir wie weiter oben schon erwähnt, auf Oklahomas licence plates steht „Oklahoma is OK“.

Wer kennt das nicht?

Die Flagge als Parkplatzbegrenzung fehlt mir noch in der heimischen Garage.

Wir kommen zur nächsten Staatengrenze nach… (wer weiss es?)

Kansas!

Wir folgen der alten Route 66 und nehmen uns ein einfaches Motel in Baxter Springs. Diese Busse haben wir von unserem Motelparkplatz aus erspäht, laut Google Maps Street View sind sie schon etwas länger hier.

Es scheint mehrere Restaurants im Ort zu geben, daher beschliessen wir ganz unamerikanisch Richtung Downtown zu spazieren und uns die Lokalitäten genauer anzusehen.

Baxter Springs ist schön dekoriert, wie man das von einem Route66 Hotspot als Tourist so erwartet. 🙂

Wir finden ein ansprechendes Restaurant und müssen gleich schonmal die Resträume fotografisch festhalten.

Während wir aufs Essen warten, bieten sich noch die folgenden Fotos an, die wir vom Gartensitzplatz aus erspäht haben.

Hier noch mit einem schönen KFZ mit Breitbereifung die unsere Prüfer höchstens mit Sauerstoffzelt begutachten könnten.

Während dem Essen werden wir gefragt, ob wir bei einem Quiz mitmachen wollen. Ja klar, wir hoffen unsere Englischkenntnisse reichen aus.

Wir haben fast alles verstanden und es hat richtig Spass gemacht. Timo war unser Überflieger im Team. Dabei haben wir auch die Sieger Justin und Jessica kennen gelernt. Die beiden haben uns zu ihnen heim eingeladen, da kommen wir sehr gerne. Wir bekommen ihre Adresse und holen uns etwas zum Anziehen im Hotel und gehen dann zu Fuss zu ihnen ins Einfamilienhausquartier.

Mann ist nie zu alt und es ist nie zu spät zum Posen…

Hübsches Haus des Sheriffs.

Wir geniessen einen wunderschönen Abend mit guten Gesprächen mit Justin und Jessica und ihrer Tochter. Für uns ist es natürlich sehr interessant zu sehen, wie eine amerikanische Familie lebt, ähnlich wie wir nur mit gewissen Freiheiten mehr. 🙂 Wir haben bis heute Kontakt, was ich sehr schätze.

Auch ein Probesitzen haben wir gerne angenommen!

Fortsetzung Richtung Missouri, Illinois, Kentucky, Tennessee und West Virginia folgt

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