Skoda Superb III im Alltag

Der Skoda hat nun seine ersten 10’000km seit der Übernahme im Februar geschafft, daher möchte ich nach den ersten Vorstellungsbeiträgen ein Zwischenfazit ziehen. Trotz meiner anderslautenden Prinzipien habe ich mich ja zu einem Neuwagen bequatschen lassen, was ja hier im Blog auch schon thematisiert wurde. Daher bin ich dem Auto auch recht skeptisch begegnet. Ein Aspekt, den kein Neuwagenheftli berücksichtigt, da geht man immer davon aus, dass neu per se toller ist als das Bekannte. 🙂

Vielleicht tendiere ich auch dazu, alte Autos über den grünen Klee zu loben, ich denke aber, da befinde ich mich mit diversen Lesern in einer Schicksalsgemeinschaft. (oder benötigen eher unsere Partner eine Selbsthilfegruppe, na lassen wir das) Neuen Produkten gegenüber bin ich skeptisch eingestellt, weil ich es für Humbug halte, alle Menschen welche an Bewährtem festhalten als „ewiggestrig“ zu bezeichnen. Im Gegenzug muss man natürlich insofern offen sein, dass man neue Dinge natürlich immer wieder prüft und ihnen eine Chance gibt. Und genau das wollte ich einmal machen, mich auf einen Neuwagen einlassen. Nun aber zurück zum Thema des Beitrages, unserem neuen Skoda Superb. Es liegen bereits zwei Urlaubsfahrten (nach Tirol und Kroatien), zwei Ausflüge nach Stuttgart, einer ins Tessin und nach Norditalien und diverse Arbeits- und Einkaufsfahrten hinter ihm. Diese hat er tadellos gemeistert. Speziell das Schluckvolumen des Kofferraums mag regelmässig zu begeistern. Einziger kleiner Wermutstropfen, trotz sanfter Beladung sieht man ihm bereits an, dass er als Kombi gebraucht wurde. Das Gehäuse des Trenngitters ist sehr kratzempfindlich, das könnte man robuster gestalten. Die Urlaubsreise nach Kroatien mit vier Erwachsenen und einem Kleinkind war problemlos, der Kofferraum reichte gut aus, das Platzangebot hinten kann trotz Kindersitz noch als komfortabel betrachtet werden, speziell auch die Beinfreiheit.

Platz ohne Ende für alle möglichen Güter

Unterwegs auf Istrien… nicht alle Strassenunterbrüche kennt das Navi.

Blick auf Motovun (HR)

Auch auf der Strasse entlang der Mirna in Istrien, welche nur wenige Touristen kennen, durfte der Skoda seine Federfähigkeiten mit dem bestellten „Offroad-Fahrwerk“ beweisen. Bodenfreiheit mit den zusätzlichen 15mm absolut ausreichend.

An der Tankstelle sind wir nur selten zu Gast, 1000km stehen immer auf dem Tageskilometerzähler bevor wir ans Auftanken denken. Der Verbrauch hat sich bei 5.6l eingependelt seit Februar. Da ist der schneereiche Spätwinter wie auch der heisse Sommer mit viel Klimaanlage und offenem Schiebedach eingerechnet, ebenso die Arbeitsfahrten meiner Frau ins Toggenburg über kleine hügelige Strassen. Für einen so grossen Wagen mit Allradantrieb geht für mich der Verbrauch absolut in Ordnung. Dafür verlangt das 6-Ganggetriebe in Verbindung mit dem 150PS 2-Literdieselmotor einiges an Schaltarbeit um sparsam und zügig unterwegs zu sein. Die Gänge lassen sich aber leicht finden, nur das Schalten eines Diesels braucht anfangs etwas Übung mit der Kupplung.

Auch wenn die Diesel im Moment gerade im Fokus der allgemeinen Empörung stehen; ich bin persönlich der Meinung, dass ein Diesel immer noch das umweltfreundlichste Auto ist, vor jedem E-Motor-PKW. Ich schreibe bewusst noch, wenn die Thematik der Batterien (umweltfreundlichere Herstellung/Entsorgung sowie bezahlbarer Ersatz) behoben und genügend Ökostrom zur Verfügung stehen würde, könnte sich das Blatt wenden. Noch sind wir aber meines Erachtens WEIT davon entfernt. Da helfen auch Gutmenschenprogramme der Politik und Wirtschaft, welche das E-Auto als sauber etc. propagieren faktisch nichts. Zurück zum Thema des Beitrages, dem Skoda Superb.

Die „Zusammenfassung“ jeder Fahrt ist durchaus spannend. So kann man besser als erst bei jedem Tanken sehen, welche Massnahmen und welche Strecken zu einem sparsameren Verbrauch führen. Dazu führt es durchaus zu einem erheiternden Wettbewerb unter den Fahrern.

Grundsätzlich kann ich den Wagen sehr empfehlen, man bekommt viel Auto fürs Geld. Wer aber einen Rennwagen braucht, ist eher mit dem 190PS-Diesel oder dem stärksten Benziner richtig bedient. Allerdings verzichtet man dann zwangshalber auf das Schaltgetriebe und lässt sich die Gänge vom DSG nach dessen Wünschen sortieren. Wie stabil ein DSG-Getriebe ist, kann ich nicht abschliessend beurteilen, man liest aber da und dort Unangenehmes. Hingegen setzt auch der TCS bei seinen Pannenhelferfahrzeugen aufs DSG. Die hinteren Rollos an den Türen würde ich jedem Käufer ans Herz legen. Das grosse Navi ist Luxus, aber ein angenehmer. Der Bildschirm und die Möglichkeiten sind doch grösser als bei der Basis. Ob man den Allrad braucht, muss jeder Interessent für sich entscheiden.

Weitere Blogbeiträge zum Skoda Superb:

Beitrag zum Bestellvorgang des Skodas

Der Neuwagen ist da!

Erste Erfahrungen im Mai

 

4 Gedanken zu “Skoda Superb III im Alltag

    • Gute Frage 201031a.
      Die „Fränkli“ lohnen sich meines Erachtens auf jeden Fall für die Rollos an den hinteren Türen sowie das grosse Navi. Verzichtbar ist vielleicht eher das Schiebedach. Im Gegensatz zum Vorgänger dem Audi 100/A6 brachte das Kippen eine gute Wärmeabführung. Beim Glasdach macht das Kippen nur Sinn, in dem man das Dachrollo zurückfährt, was aber der Sonne wieder „Freie Bahn“ gibt.
      Den Allrad konnten wir noch nicht auf Herz und Nieren prüfen im Winter. Im Sommer hilft er aber allemal wenn man bei Nässe zügig abbiegen muss.
      Ebenfalls das GEld wert ist der kleine Aufpreis für den Unterfahrschutz mit dem Schlechtewegefahrwerk. Wer auch mal abseits der grossen Strassen unterwegs ist, schätzt die zusätzliche Bodenfreiheit.

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