Škoda Superb – erste Erfahrungen

Nun hat unser Neuling schon 2’900km auf seinem digitalen Zähler, einige Spezialitäten haben wir entdeckt, vieles schätzen gelernt, aber noch nicht alles ausprobiert. Die Kombination grosser Kombi mit Schaltgetriebe ist heute vielleicht etwas ungewohnt. Doch mehr dazu im Artikel:

 

Meine persönliche Meinung zu gewählten Ausstattung:

2.0 TDI 4×4 SCR-Kat mit 150PS und manuellem 6-Gang-Getriebe

Die gebotene Leistung ist völlig ausreichend, auch wenn mit DSG-Getriebe 40 PS mehr geboten werden. Warum man diesen Leistungsunterschied macht, ist mir nicht klar. Das relativ hohe Gewicht, verbunden mit dem Turboloch und der Handschaltung erfordert aber beim Anfahren etwas Übung. So muss z.B. auch beim Rollen mit ca. 10km/h der erste Gang gewählt werden, wenn man ein übermässiges Schleifen der Kupplung oder gar ein Abwürgen des Motors verhindern möchte. Wenn man sich aber an diese Eigenheiten gewohnt hat, macht diese Kombination durchaus Spass und man hat kein „DSG-Risiko“.

„Grosses“ Navi Columbus

Dieses bietet im Vergleich zum „Basis“ Navi Amundsen einen grösseren Bildschirm sowie eine Touchscreen-Funktion, während das Amundsen noch mit Tasten auskommt. Das grosse Navi ist toll, aber ob der Mehrpreis hierfür gerechtfertigt ist, kann ich nicht beurteilen, da ich das Amundsen nie getestet habe. USB-Anschluss, Radio mit DAB und diverse weitere Funktionen welche sich neudeutsch Connectivity nennen. Wer mag, sieht also auf seinem smarten Telefon den Standort des Wagens oder den aktuellen Durchschnittsverbrauch etc.

Glasdach

Für Sonnenanbeter ein Muss, es lässt sich auch öffnen und das richtig. So wie früher beim Audi 100 Typ43 in den späten 70ern und frühen 80ern und nicht so eine kleine Sparluke wie sie danach oft angeboten wurde. Wenn die Sonne zu stark blendet, kann das Sonnenrollo für Verdunkelung sorgen.

Sonnenschutzrollo an den hinteren Türen

Mit Kindern eine super Sache, hier gibt es viel Nutzen fürs Geld.

Höhergelegtes Fahrwerk mit Triebwerkschutz

Entspannt bei allen schlechten Wegen und fiesen Einfahrten und bietet einen erstaunlich guten Federungskomfort für einen neuen Wagen. Auch bei hohen Geschwindigkeiten lässt es sich sicher fahren, ein SUV ist der Superb damit noch nicht.

Das spricht aus meiner Sicht für den Superb

Das Raumangebot ist toll, einer der wenigen richtigen Kombis auf dem heutigen Markt.

Tiefer Verbrauch des Diesels im Verhältnis zur Grösse des Wagens.

Breite Auswahl bei den Zusatzausstattungen, was auch die Möglichkeit eröffnet, auf gewisse Ausstattungen zu verzichten.

Die Sitzposition und die angenehme Bedienung machen den Superb zu einem idealen Langstreckenauto ohne das Geld einer E-Klasse investieren zu müssen.

Das sollten Interessenten beachten

Leider ist der Superb wie viele neue VAG-Autos mit einer elektronischen Handbremse ausgestattet. Was das Ding wirklich bringen soll ausser einer neuen Fehlerquelle ist mir schleierhaft. Dazu ist diese Bremse nach Regenfahrten fast immer fest, den ein „Warmbremsen“ wie früher bei meinem Audi 100/A6 von Hand mit der Handbremse ist nun nicht mehr möglich. Ob man der Langlebigkeit des DSG-Getriebes vertraut, muss jeder für sich entscheiden. In Deutschland spielt natürlich noch die Politik verrückt betreffend Diesel, im restlichen Europa erfreut man sich ob des geringen Verbrauches dieser Motorenbauart.

Die Grösse des Superb kann in engen Parkhäusern problematisch werden. Wer oft auf solch enge Parklücken angewiesen ist, wird vermutlich mit dem Octavia eher glücklich.

Verbrauch

5.4l meint der Bordcomputer, meine persönliche Rechnung widerspricht dem nicht. Die Einfahrzeit ist hier mit eingerechnet. Ich denke, der Verbrauch wird sich bei ca. 5.3l einpendeln, einzelne Fahrten schafft man durchaus mit 4.3l. Der Verbrauch der letzten Fahrt wird dem Fahrer am Ziel immer angezeigt. Zum Vergleich liste ich hier einige andere von mir getestete bzw. teilweise auch eigene Autos auf, die auf die gleiche Art und Weise gefahren wurden. (zügig beschleunigen, dahingleiten im höchstmöglichen Gang)

  • Audi A2 1.4 TDI 2003 90 PS, 4.5l
  • Citroën C4 Cactus 1.2 Turbo Benziner 110 PS, 5.1l
  • Skoda Superb Combi 4×4 TDI 6-Gang Diesel 150 PS, 5.4l
  • Opel Corsa C 1.4 twinport 2006 Benziner 90 PS, 5.6l
  • Buick Park Avenue 1996 204 PS Automatik, 8.9l
  • Audi 80 quattro 5E 1983 Benziner 136 PS, 9.0l
  • Audi A6 2.8 quattro 1996 Benziner 193 PS Automatik, 9.6l
  • Audi Quattro Turbo 1983 200PS, 10.3l

Ihre Erfahrungen und Fragen…

…sind in der Kommentarspalte sehr willkommen, es darf gerne eine lebhafte Diskussion entstehen! Nur bitte kein reines Dieselbashing, das gibt es im Netz schon genug.

Hier gehts zu Teil 1 und Teil 2.

7 Gedanken zu “Škoda Superb – erste Erfahrungen

  1. Hallo Marc, ich muss gestehen ich tue mich sehr schwer mit Deiner Entscheidung einen Skoda zu kaufen. Es gibt tausend wirtschaftliche wie sicher auch persönliche Grüde dafür und drölf dagegen, darauf will ich gar nicht eingehen. Aber als Automobilist, als Petrolhead, als leidenschaftlicher Autofahrer kann ich leider nicht verstehen wie man sich heutzutage überhaupt ein Auto aus dem VW Konzern freiwillig kaufen kann. Geschweige denn ein Skoda. Das ist so als würde man als Gourmet ständig Tiefkühlkost beim Discounter kaufen und essen. Oder nach Italien in den Urlaub fahren und die Ravioli Dose aus D/CH mitnehmen.

    Aber so ist es nun mal, zum Glück haben wir alle verschiedene Geschmäcker und jeder Topf findet so seinen Deckel – ich wünsche Dir allzeit gute Fahrt mit der Neuanschaffung.

    Ich werde Deinem Blog trotzdem die Treue halten – dafür sind die Skoda-freien Beiträge einfach zu gut 😉

    Grüsse,
    Chris

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    • Hallo Chris

      Danke für Deine offene Rückmeldung.
      Ich glaube, ich verstehe was Du meinst und kann das durchaus nachvollziehen. Hätte ich nicht 2 alte Vergaser in der Garage, wäre mir der Skoda definitiv zu langweilig.
      Was ich allerdings zur Ehrrettung des Skodas sagen muss, ist dass mir grosse tschechische Limos einfach gefallen. Natürlich in der Vergangenheit die Tatras, jetzt der Superb von Skoda. Ein Octavia wäre mir aber selbst unter den genannten Umständen zu fad gewesen. Das hat nun wirklich jeder Bünzli/Biedermann. 🙂
      Da ich das Gegenteil mache von Essen in Urlaub mitnehmen (ich kaufe im Urlaub Spezialitäten und überlebe damit daheim den Alltag), habe ich auch die Freude an Skoda aus dem Osten mitgenommen.

      Ich verspreche Dir, wir werden auch weiterhin mehrheitlich frisch kochen und der werten Leserschaft nicht nur Tiefkühlkost in der Mikrowelle halb auftauen 🙂

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    • Ohne den VW Konzern lieber Chris, wären Marken wie Skoda und Seat heute schon in den Geschichtsbüchern angekommen. Ich fahre mehrere VW und kann diese Abneigung absolut nicht verstehen. Wenn ich sehe was einstige Premium Marken wie Mercedes mittlerweile für Qualitätsprobleme haben, trotz ihrer immer noch Premiumpreise, dann lobe ich mir meine Volkswagen.

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  2. Das mit der Handbremse ist mir auch schleierhaft, ich tue mich schon schwer beim Gedanken daran am Berg anzufahren mit dieser Kombination. Glasdach und großes Navi genieße ich ebenfalls und kann nur zustimmen. :mrgreen:

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    • Danke für Deine Rückmeldung, das Anfahren ist gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich ja bekanntlich an fast alles 😀

      Vor allem auch im Winter geniesse ich die Extraportion Licht im Innenraum.

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      • Müsste der Autowagen nicht so etwas wie einen „Hügel-Halter“ haben? Einfach anfahren am Berg und wenn man das Kupplungspedal los lässt, öffnet sich die Feststellbremse von alleine? Das wäre doch mal ein echter Vorteil! Mal davon abgesehen, dass Innenraumgestalter froh waren als sie diesen klobigen Hebel verschwinden lassen konnten. 😉

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      • Der Hügelhalterova ist vorhanden, allerdings ist das etwas für Leute, die unfähig sind, zwei Bewegungen gleichzeitig aufeinander abzustimmen. Wie das beim Lösen einer klassischen Handbremse vonnöten ist 🙂
        Was interessieren mich die Innenraumverunstalter? 🙂

        Ja, Du hast recht die Bremse öffnet alleine. Aber ich kann das auch 😀

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