BMW Z4, oder der Bayer, der aus Amerika kimmt

Mit Arnie Schwarzenegger schaffte es bereits ein Österreicher, am anderen Ende des Teiches erfolgreich zu sein . Gilt das auch für den ab 2002 bis 2008 gebauten BMW Z4 der ersten Generation? Ein bayrisches Emblem klebt darauf, er wird aber in den USA gefertigt. Nun stehen wir wieder in old europe vor diesem Produkt.

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Der Autor war zwar selbst noch nie BMW-Besitzer, ist der Marke aber durch diverse Probefahrten sehr zugetan. Allerdings waren das bis jetzt klassische Limousinen mit dem legendären Reihensechszylinder. Selbstverständlich waren diese Fahrzeuge „Made in Germany“. Nun stehe ich vor einem BMW, der nicht aus Bayern kommt. Schon „Preissn“ (Preussen) als Produktionsstandort wäre ein Schock für Markenfans. Aber Amerika, das Land laxer Fertigungstoleranzen, Rammstosstangen und Plastikwüsten? Kann man da ein feines, bayrisches Cabriolet fertigen?

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Meine Antwort lautet für das Produkt aus dem Bundestaat Süd-Karolinien: jein. Der Motor benimmt sich genauso, wie das ein Audifahrer von einem BMW-Motor erwartet: Er ist drehfreudig, hängt willig am Gas und bietet schönen BMW-Sound. Das Getriebe ist etwas gar kurz für ein Freiluftauto, aber genaugenommen handelt es sich ja um einen Roadster, kurz zusammengefasst um ein sportliches Cabriolet. Die Verarbeitung ist der Preisklasse unwürdig. Dünnes Blech, schnell abgewetzte Plastikteile im Innenraum und kein besonders widerstandsfähiges Leder wurden verbaut. Das ist schade. Der Auto kämpfte hier bereits mit der Technik.

Aber schön sind die Anzeigen, das muss man ihnen lassen.

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Betreffend Haltbarkeit im Innenraum ist das Audi Cabriolet deutlich wertiger gebaut.

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Der Schalthebel ist abgegriffen mit 112’000km…

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Aber es liegt alles gut zur Hand, insofern ist der Z4 durchdacht gebaut worden. Was leider zu kurz kommt, ist die Übersichtlichkeit zur Seite und nach hinten bei geschlossenem Dach.

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Das Sahnestück dieses Autos; der 3.0i mit 231 PS, Vmax 250km/h und 0-100 in 5.9 Sekunden.

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Der Verbrauch hält sich sehr im Rahmen, die Testrunde konnte ich zügig mit 7.4l Durchschnittsverbrauch zurücklegen.

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Fazit: Wem das Fahren im Vordergrund steht, ist mit dem Z4 gut beraten. Wer sich an gut gepflegten Innenräumen ergötzen möchte, möge sich bitte bei der Konkurrenz umsehen. Den auch pflegliche Vorbesitzerhände können abgewetzte Sitze, Lenkräder und Schalthebel nicht komplett verhindern.

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