Citroën C4 Cactus – Teil 3

Die Hälfte der Testzeit ist bereits überschritten und der Cactüs und ich haben uns schon recht gut aneinander gewöhnt. Gestern durfte das junge C4 Cactus-Gewächs dem alten Audi C4 (interner Code des Audi 100/A6 1991-1996) mal hallo sagen in der heimischen Garage.

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Mit meiner Frau habe ich den Cactus noch unter dem Blickpunkt Familienauto angeschaut:

Wir sind zum Schluss gekommen, dass der Cactus für eine 1-Kind-Familie wohl knapp reicht. Platz ist im Kofferraum mit Kinderwagen und Einkauf oder Gepäck nur dann genügend, wenn 2/3 der Rückbank umgeklappt werden. Für eine 2-Kind-Familie müsste wohl eine Dachbox öfters aufs Dach. Oder man bestellt sich für Urlaubsfahrten gleich eine Anhängerkupplung und mietet sich im Falle des Falles einen Gepäckanhänger. Beim Betrieb mit vier Personen möchte ich noch erwähnen, dass hinten keine Luftaustrittsdüsen vorhanden sind, ebenso nicht auf der Beifahrerseite am Fenster. Bei meinen morgendlichen Fahrten bei 3-5 Grad war der Innenraum beim Benziner allerdings zumindest auf dem Fahrerplatz ausreichend zügig erwärmt.

Transportgut lässt sich gut verstauen, die Sitze sind im Nu umgeklappt. Ein Trenngitter zu den vorderen Sitzen wäre wünschenswert.

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Die geteilt umlegbare Rückbank gab es meines Wissens bei den ersten Cactus nicht, wenn gewünscht daher Augen auf beim Occasionskauf. (Gebrauchtwagenkauf)

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Loben möchte ich das grosse Handschuhfach und die Sitzposition im Allgemeinen. Mit der Mittelarmlehne, dem angenehmen Fahrwerk und dem Tempomaten, welcher sich über das Lenkrad bedienen lässt, sind Autobahnfahrten sehr angenehm. Das schafft in dieser Preisklasse nicht jeder Konkurrent. Ebenfalls lobenswert ist die sehr genaue aber aufpreispflichtige Rückfahrkamera. Da der Cactüs für ein neues Auto sehr übersichtlich ist, bin ich aber trotzdem der Meinung, dass man auf dieses „Häckchen“ verzichten kann. Ebenso würde ich auf das Glasdach verzichten. Das aus dem Grunde, dass ich ein alter Schiebedachfan bin. Eine solche Dachluke hilft der besseren Entlüftung des Innenraumes im Sommer, das feste Glas im Dach hat keinen wirklichen Nutzen, ausser das es Aufpreis kostet. Aber auch hier, es stört dank guter Isolierung nicht, wenn es ein Occasionsfahrzeug drin hätte. Die hinteren Klappfenster eignen sich gut zur Entlüftung, das konnte ich im sonnigen Wetter am Mittwoch mal versuchen.

Am Wochenende folgt an dieser Stelle das grosse Fazit. Da möchte ich auch die Rückmeldungen einbauen, welche über die Kommentarfunktion im Blog und über die Cactus Fan Club Deutschland Seite auf Facebook und das W123-Forum hereinkamen.

Er gefällt mir eben schon, der kleine Cactüs! 🙂 Man beachte die aufgeklappten hinteren Fenster.

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5 Gedanken zu “Citroën C4 Cactus – Teil 3

  1. Der Cactus hat sehrwohl hinten Luftdüsen. Sie befinden sich an der Mittelkonsole und pusten ihre Luft in den Fußraum. Auf der Beifahrerseite gibt es eine Düse für Defrost, die auf dem Armaturenbrett installiert ist, wie auf der linken Seite im Lautsprechergitter. Die fehlende Düse wird mit einer breiteren Düse für den Beifahrer in der Mittelkonsole kompensiert.
    Citroen hat im Vorfeld der Entwicklung bei den Kunden nachgefragt, was das Thema Rückbank und andere Lösungen angeht. Das Gros der Kunden sagte bei der Umfrage, dass die Rückbank, wenn umgeklappt, sowieso nur komplett umgeklappt wird. Außerdem spart eine einteilige Rückbank Gewicht. Der Cactus ist rigoros auf Gewichtoptimierung getrimmt. So ist meiner im Vergleich zu einem ähnlich ausgestatteten C3 um 140 Kilo leichter.
    Der Rip/Curl ist chic, keine Frage, aber das Manko einer fehlenden Automatikvariante ist für mich ein KO-Kriterium.
    Auch andere Marken schränken den technischen Support sehr ein und verweisen auf die Händler.
    Auch andere Marken ändern in der Produktion die Ausstattungsdetails. So fehlte auf einmal bei einem Caddy das in der Ausstattung enthaltene und so bestellte Gepäcktrennnetz mitsamt der Halter, dies ist nur ein Beispiel der Änderungen während der Produktion. Die Änderungen werden auch nicht mittendrin vorgenommen, sondern immer zum Modelljahreswechsel.

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    • Hallo Bastian

      Danke für Deine Rückmeldung. Mit hinteren Lüftungsdüsen meinte ich zusätzliche zwischen den Vordersitzen oder in den Türen. Mittlerweile scheint in der CH nur noch die geteilte Rückbank angeboten zu werden. Als ehemaliger Besitzer von zwei Autos mit NICHT geteilt umlegbarer Rückbank muss ich sagen, das ist kein Komfort, wenn man Leute UND Ware transportieren kann. Zumindest bei einem neuen Auto erwarte ich so etwas. Der konstruktive Aufwand wie auch der finanzielle Aufwand hierfür sind überschaubar. Das nutzlose Glasdach wäre dann doch eher zu kritisieren in meinen Augen. (Gewicht, Kosten etc.)
      Du hast recht, auch diverse andere Marken brillieren hier nicht. Was aber meines Erachtens uns Schreiberlinge nicht davon befreit, darauf aufmerksam zu machen. Wir hättens doch alle gerne kundenfreundlich. 🙂

      Allzeit gute Fahrt

      Marc

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  2. Hallo Tester und interessierte, also ich habe selber einen Cactus Shine (neu/bestellt) mit allem außer Park-Assist da ich diesen nicht benötige. Für mich standen so einige andere Fahrzeuge zur auswahl, ganz vorne VW Polo BlueGT, Skoda Rapid Spaceback mit allem. Aber auch „unvernünftige“ wie Focus ST Turnier (reimport) & Polo GTI 1.8. Nachdem ich mich erkundigte und alleinstehend bin entschied ich mich für einen „nicht-Sport-Wagen“. Jedoch ärgerte es mich das ich wieder vom Preis in einem „Kleinwagen“ sitzen würde. Wo ich nach gebrauchten C4-Cactus suchte war ich baff das es diese so günstig gibt, schnell wurde mir klar das die meisten „Feel“ und „Feel-Edition“ als Leasingrückläufer. Einen vollen oder fast follen gab es zu meiner Zeit so gut wie nie auf dem Markt. Ich habe mir gesagt wenn neu dann auch alles mit an Bord was geht, habe das Auto wegen diesem Grundauf anderem Design gekauft und nicht weil es so „minimalstisch“ sein kann. Für mich muss mir ein Auto von außen & von Innen gefallen weshalb ich zB keinen Skoda genommen habe. Der Rapid war von der Qualität ein wenig unter dem des Polo´s und sollte dann als Spaceback mal locker 21.000 Euros kosten (Angebotspreis). Ein gebrauchter Polo BlueGT mit um die 10-15Tkm sollte auch schon 17-19T€ kosten … weil so beliebt wegen Zahnriemen anstatt die Kette. Der Rapid hat mir sehr gut gefallen bei der Probefahrt und Polo 6R kenne ich auch. Jedoch sind diese Kleinwagen grade wenn 5 Türen recht nervig mit der B-Säule beim einsteigen, sowie das Polo und Rapid ein sportlich tiefes Ein-/Ausstieg haben. Schlussendlich wurde es hauptsächlich das Auto weil es größer ist als ein Polo/Rapid und mir zudem am meisten gefiel unter den anderen Mitbewerbern (innen/außen).
    Klar habe ich so einige NegativPunkte inzwischen gefunden die nerven und nicht zu ändern sind jedoch ist der Wagen halt auch gut 5T€ günstiger als ein Polo der ein Kleinwagen ist. Hoffe einfach das mich der Wagen die nächsten 6-8 Jahre gut durch die Zeit begleitet …. aber nochmal einen Citroen kaufen …. NEIN. Warum? Der größte und nervigste Punkt ist das die so vieles in der Poduktionszeit verändern „Preisoptimieren“ das selbst die Händler nachher keine Übersicht mehr haben warum/weshalb das nun so ist. So kam es bei mir vor das ich 2xUSB + Jukebox erwartete weil ich es aus Heften und YouTube kannte, jedoch wurde kurzerhand 1xUSB + Jukebox dezimiert. Das schöne ist das man dieses nirgendwo in den Unterlagen hat, weil bei Citroen nur alle „Sonderwünsche“ die vom Standard abweichen aufgeschrieben werden (keine Details von Ausstattungen etc). Andere wunderten sich warum diese auf einmal hinten Trommelbremsen haben, weil diese halt günstiger sind und für die „kleine Karre“ halten. Muss Kunde mit leben. Der zweite sehr wichtige Punkt warum keinen Citroen mehr ist: Weil es keinen gescheiten Support gibt, wenn man bei Citroen irgendwelche Kundenhotlines anruft landet man immer beim selben Laden (eine andere Abteilung der Ctiroen/PSA-Bank) die auch für Kunden-Call-Center, E-Mails + die Kreditanfragen zuständig ist. Alle haben schlichtweg keine Ahnung und reichen alle Fragen von Kunden einfach an den Citroen-Händler weiter. Dieser wird sich dann wieder mit euch in Verbindung setzen und dann wieder bei Citroen irgendwelche anderen Hotlines anrufen oder so um selber erstmal mehr zu erfahren.
    Bei VW ist es so das man eine technischen support zB hat wo man sich dran wenden kann wenn Probleme sind oder aber Infos möchte. Innerhalb von 3-4 Tagen hatte ich ein PDF mit allen technischen Infos zu einem Passat-Getrieb geschickt bekommen. Von so einem Support kann bei Citroen nur Träumen!!!!
    Aber da ich halt nicht täglich Autos kaufe wusste ich halt von diesem Supportproblemen nicht und eben auch nicht das die mir Ausstattungen „abwählen“ weil halt momentan nicht mehr im Programm. Aber es hat mir gezeigt das ich zukünftig NIE WIEDER einen neuen Citroen kaufen werde (wenn überhaupt Citroen).
    Gruß ChrisBu

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  3. Der Wagen ist sicher witzig. Aber solche Sachen wie fehlende Beifahrerdüse würde mich stören. Das gehört ja auch zur Sicherheit finde ich. Ideal ist er wohl als typisches Frauenauto gedacht. Für Familien müsste es einen C4 Picasso oder Grand Picasso als Cactus Version geben, dann würde auch meine Frau damit klar kommen;-)

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