Citroën C4 Cactus – Teil 2

Heute geht es weiter im Thema Cactus. Nun hat der Neuwagen bereits die ersten 100km voll. 🙂 Es kamen bereits einige Rückmeldungen auf welche ich zum einen Teil heute und zum anderen Teil im Fazit eingehen werde. Dazu zeige ich am Schluss des Beitrages die Stilelemente, welche die „Rip Curl“-Ausstattung ausmachen.

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Auf den Autobahnfahrten fiel mir die gute Übersichtlichkeit positiv auf, ebenso die Handlichkeit beim Parkieren. Der Regensensor kann man auf Wunsch einschalten, wer sowas nicht mag, muss es nicht benützen, das ist mir sehr sympathisch. Das Navi parliert übrigens französisch. Ich weiss, das ist nur Einstellungssache, aber es passt zum Cactüs und seiner Genfer Autonummer. Dazu hört sich die Französin für eine Navistimme charmant an. Wo Licht ist, ist im Leben auch immer Schatten. Dazu zählt für mich persönlich der Bildschirm, über welchen folgende Funktionen gesteuert werden:

Bordcomputer inkl. Restreichweite Um diese zu checken muss zweimal auf den Bildschirm in der Cockpitmitte getippt werden

Navigationssystem Das ist ok und bei den meisten Autos so zu bedienen, allerdings fehlt mir eine einfache Taste für „Navigation Stop“

Audio/Telefon Soweit auch ok, die Lautstärke kann über einen Drehknopf direkt variiert werden. Der Ton selbst allerdings ist recht blechern, das schafft mein 1983er Audi 80 besser, vor allem sind dort Nachrichten besser verständlich. Hier suche ich noch nach der Ursache, ich bin der Meinung über das i-phone ist der Ton besser.

Lüftung Zwar kann die Frontscheibe per Taste entfrostet werden, aber alle anderen Bedienungen der Lüftung müssen über ein Menu im Touch-Screen-Bildschirm gewählt werden. Hier würde ich mir eine konventionelle Bedienung wünschen aus Gründen der Sicherheit.

Div. Einstellungen Diese können problemlos an der Ampel oder noch besser auf einem Parkplatz eingestellt werden.

Die Playlistwahl ist rein zufällig 🙂

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Der Benzinmotor mit 110 PS zieht ordentlich und reicht leistungsmässig für dieses Auto völlig aus. Der Verbrauch geht bis jetzt auch in Ordnung mit aktuell 5.6l. Der Motor ist wohlbemerkt noch nicht eingefahren. Was mich stört ist das Ansprechen des E-Gaspedals. Kleine Turbomotoren haben systembedingt erstmal ein Turboloch und stürmen bei höheren Drehzahlen erst richtig los. Um aber in allen Situationen sanft schalten zu können, wünschte ich mir ein besser abgestimmtes System. Das konnte mein damaliger 2004er Audi A2 TDi in einer ähnlichen Leistungsklasse deutlich sanfter. Ebenso fehlt mir für ein sparsames Auto der heutigen Zeit ein Drehzahlmesser. Dieser würde das ökonomische Schalten besser unterstützen als eine Schaltanzeige. In meiner Erinnerung war das beim Citroën C3 Picasso ebenfalls besser gelöst, da gabs Drehzahlmesser und jederzeit sanfte Gaswechsel und Schaltvorgänge.

Letzter Kritikpunkte für heute sind folgende Bilder, welche mir eine Dame aus Bayern schickte. Sie fährt einen sehr frühen Cactus von 2014, mit welchem Sie unter anderem Rostprobleme hat. Ich hoffe, diese Probleme sind im aktuellen Modelljahr behoben, den für ein Langzeitauto braucht es nicht nur Innovationen wie die Airpumps, sondern auch ein rostresistentes Blech.

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So jetzt ist aber für heute genug kritisiert, den der kleine Cactüs macht mir weiter Freude beim Fahren. Wie im ersten Teil erwähnt, habe ich von Citroën das Topmodell „Rip Curl“ erhalten. Dieses fällt durch diverse Designmerkmale auf und verfügt über eine erweiterte elektronische Traktionskontrolle.

Orangene Sicherheitsgurte, da muss ich zugegeben, das peppt echt auf! 🙂

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Fussmatten mit orangener Naht

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Handschuhfach im Überseekoffer-Stil

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Fahrmodi-Wählschalter Normal, ESP-off, Schnee, Sand etc.

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11 Gedanken zu “Citroën C4 Cactus – Teil 2

  1. Nun mein 3 Citroen nach C4 und C3 Picasso…
    habe mich für den Cactus 100 Diesel S+S entschieden. Und meine Freunde waren erst entsetzt…
    „das häßlichste Auto der Welt“ war da noch eine geschmeichelte Aussage.
    Aber inzwischen haben die meisten ihre Meining geändert, nachdem sie “ Platz genommen“ hatten.
    Panorama Glasdach….toll ! Navi toll ! Bluetooth Freisprechanlage toll ! Sitzheizung …hui ! Klimaautomatik…wow!
    Aber der Hamner war für die meisten dann die Rückfahrkamera und das selbstlenkende Aus- und Einparksystem….
    da haben die Golf u Astra Fahrer mit ihren „biederen“ teuren Grundausstattungs Modellen doch erstaunt geschaut.
    Und die Sitze vorn fanden alle super …. geschweige denn die Bedienung über „TABLET“ und am Lenkrad.
    Ach, die meisten hatten in ihren knapp 2 Jahre alten Auto weder USB Anschluß noch Geschwindigkeitsregelanlage…!
    Mein CACTUS ist für mich ein Auto…das polarisiert…hatte zuvor nie so interessante Unterhaltungen an Tankstellen, Selbstwaschanlagen oder lustige Blicke an Ampeln….
    Schade, Citroen speckt den „neuen“ Cactus etwas zum Biedermann ab….evtl. IST der jetzige irgendwann mal KULT .
    Ente….sei Dank.

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  2. Ich fahre seit einem halben Jahr einen Cactus eHDI mit ETG6. Meine Türen sind rostfrei. Es scheint nicht bei allen Fahrzeugen aufzutreten.
    Bezüglich Design ist der Cactus ein Statement, das allerdings nördlich der Alpen scheinbar nicht gut bei der Allgemeinheit ankommt. Die südlichen Länder haben eine deutlich höhere Dichte.
    Die Bedienung ist einfach genial und genial einfach. Die Einstellung der Heizung ist nur gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich mit der Bedienung angefreundet hat, kann man die auch fast blind bedienen.
    Außerdem kann man zumindest die Temperatur aus jedem Menü umstellen, ein kleiner Tipp an den oberen Rand reicht aus. Da ich eine Klimaautomatik habe, verstelle ich sowieso so gut wie nie etwas.
    Gerade die Front hat für mich einen Kaufreiz ausgelöst.
    Ich habe aus Hobby und im Alltag auch schon diverse Citroen und Peugeot gehabt. Über DS und CX bis Ente und GSA. Ich muss dem Cactus wirklich einen enormen Komfort zusprechen. Gerade die breiten Sitze und bei Automatik auch noch mit der Optik einer Bank vorn, erinnert mich stark an meine DS.

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    • das glaube ich auch, das mit dem Rost ist (hoffentlich) eine Sache von Einzelfällen. Du in der Schweiz kommt das Design gar nicht soo schlecht an. 😉 Wir sind teilweise auch nördlich der Alpen. Sonst hätten wir den Cactus auch nicht ausgewählt für einen Test. Für langweilige Autos haben wir keinen Platz im Blog. Danke für den Tip!
      Eine DS ist natürlich ein wahnsinns Auto, ein Traumwagen! 🙂

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  3. Hi, ich schalte ich auch aus dem 123er Forum ein. Zum Thema Rost: Da scheint offenbar bei der Entfettung oder Säuberung der Bleche geschlampt worden zu sein, zumindest an der Heckklappe.
    Bei den Türfalzen würde ich versuchen, vom ersten Tag an von innen hochkriechendes Zeugs reinzusprühen wie FluidFilm oder Seilfett.

    Sonst finde ich den stachligen Kameraden auch schön, was anderes als der ewige Einheitsbrei aus Opel, VW, Schkodda und was weiß ich noch.

    Franzosen bauen die schönsten und durchdachtesten Fahrzeuge (zumindest seit die Italiener sich aus der Mittelklasse verabschiedet haben……)

    Viele Grüße Matthias Kaaa. …

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    • Salut Matthias

      Da gebe ich Dir absolut recht. Eine Versiegelung im Voraus kann keinesfalls schaden und die Arbeit bzw. Geldaufwand auf alle Fälle wert. Das war der Grund für mich, mal wieder einen Neuwagen zu testen. Für mich sticht der Cactus wie für Dich auch aus dem Einheitsbrei heraus. Er hat das, was gleich teuren Kias und Hyundais fehlt, Stil und Charakter. Die Italiener müssten nach der Cinquecento-Neuauflage auch einen neuen 128 und 130 bringen, das wäre was! Die neuen Alfas find ich spannend, versuche da einen zu kriegen für einen Test.

      Grüsse
      Marc

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  4. Genug Kritik? Solange die absolut schauderhafte Front nicht negativ erwähnt wurde, noch lange nicht.
    Die „Gestaltung“ der vorderen Leuchteinheiten geht überhaupt nicht. Was ist das Gegenteil von „Schokoladenseite“? 🙂

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    • Gute Frage Christian, das habe ich mich auch schon gefragt. 🙂
      Ich bin ja eher als Oldtimerliebhaber bekannt, aber die Front des Cactus finde ich mal mutig anders. Aber Geschmäcker sind verschieden. 😉 Da kann und soll man diskutieren. Mir geht es im Test noch mehr um die Fakten, was taugt der Wagen, was sind die Erfahrungen der Leser. Da kriege ich viele Rückmeldungen. Werde sie dann Ende Woche in einem Schlussbeitrag verarbeiten.

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    • Immerhin notiert der Cactus einen „Red Dot Award“ Designpreis. Soo schlecht kann er also nicht aussehen😉. Mir gefällt er. Sowieso: Immer wieder Citroen-Bashing beim Design. Dabei ist es eine der wenigen Marken, deren Design nicht zulasten der Übersicht oder des Raumangebots und-gefühls geht.
      Interessanterweise höre ich andererseits kaum Kritik an der meiner Meinung nach zur Zeit sehr befremdlichen Mercedes-Gestaltung. Die kleine, dunkle Höhle A-Klasse z.B.: geht das wirklich nicht besser?

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      • Hallo Beat

        Was man auch erwähnen muss, für den Cactus gibt es bereits Treffen. Wenige andere Autos aus dem günstigen Segment vermögen die Besitzer so zu faszinieren, dass sie an Meetings fahren.
        Betreffend Übersichtlichkeit wünschte ich mir nur eine grössere Heckscheibe. Das würde dann auch einen erwachsenen statt einem baby-Wischer zulassen. 😉

        Mercedes ist für mich genauso Geschmacksache, gerade die A-Klasse würde ich gerne mal testen, jetzt wo sie sich vom Rentnermobil gelöst hat.

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  5. Hmmm, ich kann mich auch trotz der peppigen Sitzgurte absolut nicht mit diesem Auto anfreunden. Wenn ich überlege was einst aus dem Hause Citroën, für Stilikonen entstanden sind, deren letzter Vertreter eigentlich der C6 gewesen ist. Erschreckend ist wahrlich, dass ein Modell aus 2014 bereits Rostprobleme hat…..das sollte in der heutigen Zeit eigentlich der Geschichte angehören. Aber selbst Nobelmarken alla Mercedes haben das ja leider nicht im Griff, bei Fahrzeugen für die man sich locker drei dieser „stacheligen“ Citroën kaufen könnte.

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    • Ich gebe Dir grundsätzlich recht. Citroën fehlt ein grosser eleganter Wagen. Punkt.
      Aber der Cactüs möchte ja gar nicht in diese Bresche springen. Insofern kann ich ihn durchaus als typischen Citroën sehen. Denk an den Ami6, die Dyane etc. das waren auch schrullige kleine Familienautos. Anders als gewohnt aber sympa. 🙂

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