Automobile Erinnerungen – Fahrvorstellung Mercedes-Benz Geländewagen

1987 gab es noch keine SUVs und Geländewagen waren etwas für Förster, Bauarbeiter und die Feuerwehr. Für diese Zielgruppe veranstalteten die Mercedes-Benz Niederlassungen im Rhein-Main Gebiet ein Fahrvorführung um die Fähigkeiten des Geländewagens vorzustellen.

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Zu diesem Zeitpunkt gab es nur die Baureihe 460, die kaum mit den Annehmlichkeiten der aktuellen Baureihe 463 gesegnet war. Ein durstiger Sechzylinder markierte mit 156PS die Leistungsspitze im Modellprogramm. Beliebt war diese Motorisierung bei den Rettungsdiensten, die damit mehr als zügig im Verkehr mitschwimmen konnten.

Für die Arbeit im Wald und auf Baustellen kamen genügsamen Vorkammersaugdiesel zum Einsatz. Im 250GD löste der OM602 den doch sehr lethargischen OM616 mit ganzen 72PS ab. Abseits befestigter Straßen relativierte sich das Leistungsmanko doch wieder. So lange keine Sanddünen zu bezwingen waren, kamen die meisten Nutzanwender mit der gebotenen Leistung gut zurecht.

Wie es sich für einen seriösen Automobilhersteller wie die Daimler-Benz AG gehörte, wurden Flaggen aufgestellt und mit blauen Absperrbändern die Fahrrouten vorgegeben. Wenn schon abseits befestigter Straßen gefahren werden muss, dann bitte auch ordentlich. Schließlich war es keine Spaßveranstaltung sondern eine handfeste Verkaufsmaßnahme um die potentiellen Kunden vom Produkt zu überzeugen.

Es ist nicht überliefert wieviele Gs nach diesem Wochenende tatsächlich bestellt wurden, ein Paar Gummistiefel – selbstverstänlich mit Stern – durfte jeder Besucher aber mit nach Hause nehmen.

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Sauber aufgereiht standen die Fahrzeuge bereit um die Gäste unter Anleitung professioneller Fahrtrainer über die verschlammte Moto-Cross Strecke zu chauffieren.

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Mit dem kurzen Radstand ist der G auch heute noch ein bei Förstern und Jägern beliebtes, weil wendiges Werkzeug. 2014 allerdings wurde mit dem Cabrio die letzte kurze Version eingestellt.

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Zweifarblackierungen gab es noch bis Ender der 80er Jahre.

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Mit Schwung und der geschickten Wahl der Fahrspur konnte auch dieser aus heutiger Sicht völlig untermotorisierte G die knifflige Stelle meistern.

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Nicht ganz so geschickt stellte sich dieser Fahrer an, da ihm die Hinterachse auf dem schmierigen Untergrund wegrutschte und er die Sektion neu anfahren musste.

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Heutzutage käme niemand mehr auf die Idee einen 250GD mit 92PS als dynamisch zu bezeichnen. „Robust“ steht außer Frage. Und ca. 10l/100km können in dieser Fahrzeugklasse gerade noch als sparsam durchgehen.

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Große Räder mit MT (mud terrain) Profil, sowie drei Differentialsperren sind alles was ein G zum Durchkommen braucht.

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Mutprobe für die ungeübten Geländefahrer. Langsam über die Kuppe tasten und dann bei der Bergabfahrt weder Gas, Bremse, noch Kupplung betätigen.

 

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