Pontiac Firebird Formula 350 1975 – bewährter Alltagsoldie

Pontiac und damit auch das Modell Firebird sind leider Geschichte. Vom Schwestermodell des Chevrolet Camaro wurden von Pontiac ab den Sechzigern bis in die Nullerjahre vier Generationen produziert, relative viele davon sind noch auf den Strassen unterwegs und trösten uns über den Entscheid von General Motors hinweg, die Marke Pontiac zu beerdigen. Ein Modell der zweiten Generation („2nd gen“ in der Fachsprache der Foren) befindet sich im Fuhrpark des Autors,

Die erste Generation besticht durch ungezähmte, starke Motoren. Die Zweite hat eine noch elegantere, an den europäischen Geschmack angepasste Karosserie bekommen. Ab ca. 1973 aber mit leistungsreduzierten Motoren aufgrund der Ölkrise und verschärften Abgasbestimmungen in den USA und speziell in Kalifornien.

Die „sport mirrors“ welche konzernweit bei GM eingesetzt wurden, kommen auf der eleganten Form des Firebirds besonders gut zur Geltung.

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Die zweite Generation wurde von 1970-1981 angeboten, erfuhr aber jedes Jahr optische und teilweise auch technische Änderungen. Eine Vielzahl von 6, aber vor allem 8-Zylindermotoren waren im Angebot, gegen Ende der Bauzeit sogar ein „kleiner“ V8 mit Abgasturbolader. Die Motoren konnten mehrheitlich auch mit unterschiedlichen Vergasern bestückt werden. Vom „1bbl“-Vergaser der 6 Zylinder gabs bei den V8-Motoren die Zwei- oder Vierfachvergaser „2bbl“ oder „4bbl“. Die „bbl“ stehen für Barrel, das heisst wie viele Klappen die Vergaser besitzen. Dazu gab es vier Ausstattungslinien, angefangen beim „Coupé“ über den „Esprit“, den „Formula“ bis zum allgemein bekannten „Trans Am“. Mein eigener Formula 350 ist also aus dem Angebotsmittelfeld. Er besitzt die luxuriöse Ausstattung Formula und den kleinen Achtzylinder, welcher bei mir aber mit 350-4 angeschrieben ist, sprich mit dem 4bbl Vergaser kombiniert ist. Der Vorbesitzer besorgte sich den Heckspoiler des Trans Ams und dessen Felgen. Zum Glück hat er den Heckspoiler nicht montiert, mir gefällt der Firebird so in der „aunt Hillary“ Edition. 🙂 Sprich so, wie in die fiktive Tante Hillary in New Hampshire in den 70ern fuhr um zum Bridge-Spiel zu fahren. Da waren für mich die Weisswand-Reifen Pflicht, da es genug wilde Feuervögel gibt. Ich verstehe den Wagen, egal in welcher Ausstattung, sowieso eher als elegantes Cruiser-Coupé, den als Sportwagen. Die Sitzposition lädt ein zum Dahingleiten, ebenso die Abstimmung des Fahrwerkes des früh hochschaltenden Getriebes. Ein Wagen, mit dem auch die neumodischen 30er-Zonen mit Genuss befahren werden können. Die Zuverlässigkeit in den ersten 3 Jahren ist hervorragend, ich hoffe, das bleibt so. *aufHolzklopf*

Diese Front lässt mich auch nach drei Jahren noch nicht kalt.

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Das neue Retroradio aus Amiland mit USB-Anschlüssen und Euro-Radio macht viel Freude. „Leider“ erklingt die Musik noch über 2 JVC-Lautsprecher, welche wohl in den frühen 90ern in die Hutablage montiert wurden. Ziel ist, hier dereinst etwas dezenteres zu montieren und den originalen und kaputten Mono-Lautsprecher im Armaturenbrett zu ersetzen.

Die Ersatzteilversorgung ist dank vieler freier Anbieter in den Staaten sehr gut. Bis jetzt erhielt ich jedes gewünschte Teil und das in einer akzeptablen bis sehr guten Qualität. Wenn Sie noch von einem Ami träumen, kann ich Sie nur ermuntern auch die günstigeren „Ölkrisen“-Autos in den Suchradar aufzunehmen. Klar, von 350 oder mehr SAE-PS sind diese weit entfernt. Aber Drehmoment um in old europe das Cruisen zu geniessen bieten sie genug. Dazu sind die Bremsen der Autos aus den Siebzigern meist deutlich besser als diejenigen der sechziger Jahre Autos.

Zum ersten Bericht meines Firebirds geht es hier.

 

 

 

2 Gedanken zu “Pontiac Firebird Formula 350 1975 – bewährter Alltagsoldie

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