Nach unserer tollen USA-Reise im 2019 war für Silvan und mich klar, das machen wir nochmals sobald es mit Corona wieder möglich ist. Länger haben wir uns mit der Frage beschäftigt, welche Ecke der USA oder gar Kanadas wir bereisen möchten. Da ich von den Staaten schon einiges gesehen habe, war mir wichtig, dass auch Silvan auf seine Kosten kommt. Wir beschlossen, dieses Mal die Ostküste zu erkunden und haben spontan Washington als unseren Ausgangspunkt gewählt. Da wir unser Auto via Turo gemietet haben, brauchten wir sowieso dieses Mal den selben Start- und Endpunkt. New England kannte ich schon etwas siehe hier. Nun aber planten wir, erstmal von DC aus Richtung Süden zu stechen um die nördlichen Südstaaten zu erkunden und danach in einem Bogen durchs Hinterland hoch bis nach Maine zu fahren. Am Freitag 12. Mai (oder natürlich may 12th 2023) war es soweit und wir trafen uns am Zürcher Flughafen nachdem wir uns von unseren Liebsten verabschiedet haben. Da der Kaffeegenuss in Amerika erfahrungsgemäss zwischen brauner, nervös machender Brühe und top Espressi vom Barista schwankt, haben wir uns in Kloten in Sichtweite unserer United Maschine (die als Veteran eingelöst werden könnte, sprich die 30 Jahre auf dem Buckel hat) zur Sicherheit noch einen guten Espresso gegönnt.
Ein letzter Gruss aus der Heimat…
Bevor wir nach gut 8.5 Stunden Flug in Washington am Dulles Airport landen. Dieser befindet sich übrigens weit in Virginia drin. Washington DC ist ein kleiner Distrikt der direkt dem Kongress untersteht und im Norden von Maryland und im Süden von Virginia eingeschlossen wird. Diese Grenze entspricht übrigens auch denen des Bürgerkrieges im 19. Jahrhundert, als die Südstaaten sich vom Norden lossagen wollten. Aber ich schweife ab, wer mehr darüber wissen möchte klicke hier. Ein Thema, dass meines Erachtens in den USA bis heute teilweise spürbar ist.
Mit diesen tollen Bussen aus den 60er Jahren wird man vom Ankunftsterminal zur Immigration gefahren. Natürlich tiefgekühlt, Ehrensache!
Nach kurzer Zeit haben wir die Einreise geschafft und auch unser Gepäck ist dieses Mal angekommen. Wir schnappen uns ein Taxi und erfreuen uns das erste Mal wieder am amerikanischen Verkehr mit tollen Autos neben einer grossen Importdichte. Da ich in der Heimat in der salzlosen Zeit mit amerikanischen Klassikern unterwegs bin, interessiert mich natürlich immer, wie diese Autos in Amerika unterwegs sind. Daher werden Sie immer mal wieder Autobilder sehen in diesem Bericht. Unser Fahrzeug, die 2016er Corvette wird noch in einem separaten Beitrag intensiver beleuchtet. Nun zurück zu nach DC, welches wir nach einer dreiviertelstündiger Taxifahrt erreichten. Erster Eindruck: Die Stadt ist sehr sauber und Sirenen sind pausenlos zu hören, meist von irgendwelchen Konvois mit einem Dutzend Police Motorrädern gefolgt von einer Limousine oder einem Bus. So viel „uiuiui“ schafft nicht mal NYC!
Wir sind erstaunt, wie nahe wir uns dem weissen Haus nähern können.
Natürlich interessiert uns in diesem Zusammenhang auch der Fuhrpark vor dem wichtigsten Haus der Welt. Es sind grossmehrheitlich Chevy Suburban.
Mit einer Ausnahme, welche ich als Plymouth-Fahrer unbedingt fotografieren musste. Da steht doch vor dem weissen Haus ein top restaurierter Barracuda aus 1967! Da fasziniert neben dem Parkplatz auch, dass man einem verhältnismässig kleinem Auto der damals günstigsten Chrysler-Marke einen solchen Pflegeaufwand zugute kommen lässt.
Wir mussten noch von der anderen Seite etwas näher ran… 🙂
Nun aber weiter mit den allgemein gültigen Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel dem Washington Monument, zu Ehren von George Washington, dem ersten Präsidenten der USA errichtet.
In Sichtweite des Monuments befindet sich das eindrückliche World War II Memorial, welches an die Soldaten auf amerikanischer Seite erinnert, welche den europäischen Albtraum beendeten. Und natürlich auch im Pazifik gab es grosse Schlachten, in einem Park wird an die grössten Ereignisse erinnert.
Vom Memorial aus Richtung Monument, weiter in dieser Linie hinten wäre das Kapitol, das Weisse Haus linkerhand.
Touristen hatte es im Mai wenige, was diese sympathische Entenfamilie am Memorial sicher nicht störte.
War mir bis jetzt nur vom Fernsehen bekannt; das Innendepartement.
Am nächsten Morgen hatten wir mit dem Jetlag noch Mühe mit dem Schlafen, daher kam mein Reisepartner auf die (zugegebenermassen gute) Idee, DC doch joggend zu erkunden. Schliesslich hatten wir es am Vorabend nicht mehr zum Kapitol geschafft und unser Mietwagen ist sowieso erst ab 9 am verfügbar.
Das Waldorf Astoria Hotel…
Das Archiv der Vereinigten Staaten…
… und das Navy Memorial
Viele Wege führen vom und zum Kapitol, da soll man noch den Überblick behalten.
Das Kapitol befindet sich in einem schönen Garten und ist problemlos zu umrunden.
Diese Ambulanz für die Sicherheitskräfte hat mich beeindruckt.
Das würde man unseren Sicherheitskräften so nicht gönnen, schade eigentlich.
Die Baumaschinenmesse im Park zwischen Kapitol und Monument hatte einen Teil der Reisegruppe sehr interessiert.
Erste Stärkung bei Joe & the Juice, eine empfehlenswerte Kette für guten Espresso und Smoothies.
Mit Uber fuhren wir wieder ostwärts aus der Stadt nach Centreville in Virginia um unsere Corvette in einer gepflegten Wohnanlage abzuholen.
Dieser Kofferraum muss uns reichen, glücklicherweise haben wir uns nicht verschätzt und alles passte hinein.
Erste Checks für die modernen Navigierer, meine Wenigkeit hat das gute alte Rand McNally-Buch dabei mit allen Staaten auf einer Doppelseite.
Unsere Route führt uns am ersten Fahrtag bis nach Roanoke im Süden Virginias.
Erster Stop um Wasser zu bunkern, gibt auch gleich Gelegenheit im „richtigen“ Amerika anzukommen mit Trucks die im Leerlauf warten bis der Fahrer bezahlt hat.
Kurz nach dem Tankstop überholen uns ein Mustang und ein älterer 911er Porsche sowie ein BMW X5. Ganz so zügig fahren wir nicht, was sich kurz danach bewährt, ein Sheriff hat sich den BMW geschnappt. Danach können wir es aber noch etwas geniessen mit den beiden anderen Sportwagen bis auf die Passhöhe, wo wir abbiegen auf den „Skyline Drive“, so heisst der Teil des „Blue Ridge Mountain Parkways“ welcher durch den Shenandoah National Park führt.
Diese Strecke ist landschaftlich sehr schön und lohnenswert. Man muss sich aber bewusst sein, dass diese touristische Route durch keinerlei Dörfer führt. Wer etwas vom normalen Amerika sehen möchte zwischendurch, muss den Parkway verlassen.
Wir hatten Sonnenschein, Regen und dichten Nebel.
Kurz vor Roanoke verliessen wir den Blue Ridge Parkway für den heutigen Tag und fanden gleich mal richtige LKWs.
Den allgegenwärtigen Challenger fanden wir auch bei unserem Hotel. Wo die Qualität beim Quality Inn zu finden ist, ist Betriebsgeheimnis.
Und hier zum Abschluss noch ein typischer Vertreter der sich immer noch im Alltagsverkehr befindlichen „Gas Guzzler“ mit Bumpersticker (Stosstangenaufklebern)








































