Saisonbegrüssungsfahrt 2016 – Teil 3: autobau

Das ist einmalig. Der stille Ort, an dem sich hunderte normalerweise brüllende, röhrende oder leise fauchende Zylinder treffen: autobau. Das Museum, welches aus der privaten Sammlung eines Schweizer Fabrikanten entstand, hat die Teilnehmer der Saisonbegrüssungsfahrt 2016 begeistert.

Einmalig günstig war die Gelegenheit, aus einem backsteingemauerten, charmanten Gebäude ein Museum zu machen. Sie wurde genutzt, und wie. Architektonisch gelungen und funktional überzeugend steht er da, der autobau. Prall gefüllt mit Schätzen aus dem Auto-Adel. Inklusive kleinem Renncorso.

Die Ausfahrenden hatten zum Abschluss die Gelegenheit, ein Auge hinein zu werfen. Innerhalb einer kundigen Führung durften wir sehen, schwärmen, teilweise Probe sitzen und geniessen. Einen Querschnitt der letzten 70 Jahre Autogeschichte: Brezelkäfer und Mini Cooper, Saubers Sportprototypen und Formel 1-Boliden. Porsche in verschiedenen Schattierungen, natürlich Ferrari, Lamborghini und Maserati allen Alters, aber auch die technisch herausragendsten Lancia und Citroën der 1950er – Jahre. Ganz besonders gefreut hat mich der perfekte Monteverdi 375 L (s. Begrüssungsbild), das frühe Honda-Cabrio und die Farbe des Leders eines Lagonda: grasgrün! Schade wiederum: in der Fehlfarbe des berühmtesten Benz, dem 300 SL in schwarz, versanken breiig alle  gestalterischen Details.

Wer mochte, durfte sich mal ans Steuer eines Ferrari Daytona setzen oder in einen Formel 1- Simulator (mit echtem Chassis). Was alle mochten, war das perfekte Fotografierlicht und der sehr penibel gepflegte Zustand von Gebäude und Ausstellungsstücken.

Der Ausstellungsführer verstand es glänzend, das stumme Blech Geschichten erzählen zu lassen: von prominenten Vorbesitzern aus Show und Adel. Von Enzo Ferraris Kundengebaren hörten wir (er hatte keine Kunden, sondern Bittsteller. Es sei denn, Ingrid Bergmann stand vor der Tür…Dann machte man Station beim feinen Italiener). Aus den Gerüchten um Caroll Shelby vernahm man etwas (bei Probefahrten lag jeweils ein 50er-Schein über dem Handschuhfach. Der sollte dem neuen Besitzer gehören, falls er in der Lage gewesen wäre, ihn während einer Beschleunigungsphase zu fangen…). Und zum Verhältnis Porsche – Hitler gab es zu berichten (Ferdinand Porsche habe sich stets geweigert, das Wort Führer in den Mund zu nehmen. Herr Nazi habe dies erstaunlicherweise akzeptiert).

Genug geplaudert jetzt. Lassen wir zum Abschluss die Bilder sprechen.

fotos: albi rudin, marcrudin, 69biit
weblink: autobau.ch

Teil 1 der Ausfahrt

Teil 2 der Ausfahrt

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