Neuzugang im Redaktionsfuhrpark – VW Käfer

Ich gestehe nun öffentlich, dieser hübsche Käfer gehört bei uns jetzt zur Familie. In diesem kleinen Beitrag möchte ich ihn kurz vorstellen und auch erläutern, warum ein Amifan auf einmal einen Käfer „braucht“. In diesem Falle handelt es sich um einen Mexikokäfer von 1982, seine Erstzulassung ist 6 Tag nach meiner, das verbindet natürlich etwas. 🙂 Verbaut ist aber nicht mehr der originale 1200 mit 34 PS, sondern ein 1500er Busmotor mit 44 PS.

Richtig erkannt, die Farbe ist natürlich nicht original, vorerst bleibt er aber so. Auch mir als Mann gefällt er wie er ist. Achja „er“, bei uns heisst er „Sweetie“, mit „Speedy Gonzales“ bin ich demokratisch unterlegen. Bei der Vorbesitzerin hiess er „Merlin“, ich werde diesen Namen zwischendurch ebenso gebrauchen, ich glaube, er hat sich daran gewöhnt. Natürlich hat der Käfer die letzten 42 Jahre gelebt, da macht er keinen Unterschied zu mir. Er bietet überall etwas Betätigungspotential für Oberflächenrostbehandlungen, Make-Up-Auffrischung und etwas Technikarbeit, ist aber grundsätzlich gesund. Das ist viel wert und kann nicht von allen Käfern am Markt gesagt werden. Mehr zu den Arbeiten später im Text.

Erstmal zum „Warum brauchst Du einen pinken Käfer?“. Mein Valiant mit dem neuen Motor macht viel Spass, ebenso der Pontiac, der seit 2014 bei mir ist.

Ich hatte aber Lust, auf einen kleinen Schaltwagen mit einfacher und günstig zu unterhaltender Technik, welcher sogar einem Laien keine grossen Rätsel aufgibt. In meiner Liste waren der Renault R4 sowie der Käfer. Meine Familie war sofort klar gegen den Franzosen und für einen Kugelporsche, er sei süsser. Nachdem ich mich für den Käfer entschied, blieb noch etwas Zeit bis er zu uns kam, in dieser Zeit baute ich ein Modell für die Vorbesitzerin, damit sie ihren Merlin hoffentlich nicht zu fest vermisst:

Jetzt aber ist der Käfer seit zwei Wochen da und ich habe schon zwei Bestellungen bei Cagero, dem Käferversandhaus getätigt. Dieses kann ich übrigens sehr empfehlen, die Auswahl ist reichhaltig und die Hilfe sowohl per Mail als auch am Telefon ist fachkundig und sehr freundlich.

Die selbst einklappenden Spiegel ab 70km/h waren dank eines Tipps schnell repariert, die Schraube unten am Spiegelfuss lässt sich anziehen.

Die verrissene Stosstangenleiste gibt es ebenfalls neu, so macht das Aufhübschen Freude. Vorher:

Nachher:

Die warme Garage ist für solche Arbeiten ideal.

Sogar ein kleines VW-Treffen durfte der Käfer schon besuchen bzw. er wurde besucht, da ihm noch die Zulassung fehlt.

Zum Käfer gab es zwei zusätzliche Lenkräder, meine kleine Tochter hat ihren Spass damit.

Der Beifahrersitz wackelt bedrohlich, hier kommen mit dem nächsten Paket die Plastikführungen neu.

Sweetie hat schon einiges erlebt.

Danken möchte ich hier meinen beiden Automechanikerfreunden F. und R., welche mich tatkräftig mit Know-How und Arbeitsbesuchen unterstützen. Herzlichen Dank, ich lerne jedes Mal dazu! Ebenso möchte ich dem Oldtimerhändler Luciano’s Classic danken für die umfangreiche Besichtigung und seine Unterstützung, ihn kann ich ebenfalls empfehlen. Wer den Käfer hören möchte, von ihm stammt auch dieses Video.

Was haben Sie für Erfahrungen mit dem Käfer? Auch Tipps und Rückmeldungen zum Beitrag und dem Projekt sind sehr willkommen, ich werde weiter berichten.

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2 Gedanken zu “Neuzugang im Redaktionsfuhrpark – VW Käfer

  1. Viel Spaß mit dem Mex! Schaut auf den Fotos so aus, als hätte sich einer der Vorbesitzer recht gut um ihn gekümmert. Ich würde trotzdem mal prüfen, ob die Konservierung ok ist und zur Sicherheit noch nen kleinen Feuerlöscher und Blazecut spendieren.

    Allzeit gute Fahrt!

    Rafael

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