Corvette, Südstaaten und Neuengland – Teil 2 mit North Carolina, Tennessee und Kentucky

Am nächsten Morgen möchten wir beizeiten südwärts stechen, machen aber noch in Roanoke einen landestypischen U-Turn; ich habe eine offene Feuerwehrhalle erblickt und möchte meinem Nachbar mit einem US-Feuerwehr-T-Shirt eine Freude machen. Auf unsere Nachfrage hin werden wir spontan eingeladen, die Wache am Sonntag Morgen um 7 am anzuschauen, was wir natürlich gerne annehmen.

Beeindruckend, wie gepflegt alle Fahrzeuge sind. Hier findet man neben Tanklösch- auch Rettungsfahrzeuge.

Was mich erstaunt hat war, dass man jetzt auch bei Rettungsautos auf Diesel setzt.

Unsere heutige Route bis nach Cherokee NC:

Erstes Nachtanken in Bent Mountain, auf einem Pass welcher gleich am Ortsausgang von Roanoke beginnt. Das Tanken in Amerika ist immer spannend, klappt es mit der Kreditkarte? Umso ländlicher umso eher muss man auch mal vorauszahlen. Schlussendlich klappt es aber immer auf irgendeine Art.

Auf der Passhöhe biegen wieder wieder auf den Blue Ridge Parkway ab. Der Teil der Reisegruppe welcher sich weniger für Baumaschinen interessiert, forderte eine kleine Wanderung ein. Sportwagenfahrer brauchen auch mal etwas Bewegung und die Natur in Virginias Bergen lohnt sich allemal richtig bewundert zu werden. Dazu entfiel heute die morgendliche Joggingtour, Zeit dieses Versäumnis nachzuholen!

Leider haben wir keine Bären gesehen. Es fiel uns aber auf, wieviele Wildtiere hier zu sehen sind; Unmengen an Hasen, Eichhörnchen, Rotwild etc.

Ja, wer etwas entdecken möchte, muss halt auch mit einem Sportwagen mal eine „unpaved road“ bezwingen.

„Antiques“, eine Aufschrift die mich drüben immer elektrisiert. Vorgeblich besuche ich die Läden (Müllhalden wie böse Zungen behaupten) nur um meine License Plate Sammlung (Kennzeichen) zu erweitern. Aber grundsätzlich kann ich den Besuch solcher Second Hand Shops jedem empfehlen, der Freude an alten Dingen hat. Wahnsinn, was es da alles gibt. Ohne Probleme könnte man mit dem Sortiment von 2-3 Läden wahlweise ein 50er oder 70er Jahre Wohnzimmer einrichten inklusive eines mit Kunstholz bespannten Röhrenfernsehgerätes.

Wir erreichen den traditionell republikanischen Südstaat North Carolina. Untypischerweise lernen wir von ihm nur den gebirgigen und dünn besiedelten Westen kennen und verpassen die bekannte Atlantikküste.

Landwirtschaftliches Gerät am Strassenrand…

…vor einem privaten Autofriedhof.

Dieser edle kleine Buick hat seine besten Tage definitiv hinter sich.

Immer wieder spannend, dass auch 70 jährige Fahrzeuge hier verrotten dürfen.

Ich vermute, hier handelt es sich um einen über dem Teich super seltenen Fiat.

Sparta, das erste Städtchen in NC mit richtigem Landcharme, eine Kreuzung, ein paar Geschäfte und danach wieder freie Bahn durch die Wildnis.

In Boone NC entdecken wir einen umfangreichen Hofladen, hier Farmer’s Market genannt und decken uns mit feinen Kuchenstücken, speziell gerösteten und gewürzten Nüssen etc. ein. Das gibt ein feines Picknick!

Hier ist der Schreiberling als geniessender Beifahrer abgebildet auf dem letzten Teilstück des Blue Ridge Parkways.

Little Switzerland NC, als wir den Namen im Rand McNally entdeckten war klar, da müssen die Schweizer hin. Naja… der Ort wurde um 1910 so benannt, weil es sich verkaufsfördern anhörte. 🙂 Nichtsdestotrotz hängen heute Schweizer Fahnen und wir Schweizer beehren den wirklich schön gelegenen Ort immerhin für Kuchen und Kaffee.

Leider war die Poststelle schon geschlossen. Aber doch schön, den heimatlichen Namen hier offiziell zu lesen.

General Lee aus „The Dukes of Hazzard“, oder besser gesagt, eine Kopie davon. Dieser hier kommt durchaus mit drei Radschrauben pro Rad aus und wirkt auch sonst ordentlich hemdsärmelig. Aber ich bin sicher, auf Nachfrage wäre die Antwort, „this car runs great“. 🙂

Unser Motel am Fusse des Great Smoky Mountain National Parks in Cherokee.

Die Umgebung macht ihrem Namen schon am Abend alle Ehre, das „Smoky“ bezieht sich auf die tiefliegenden Nebelschwaden.

Die heutige Bewegungsrunde am Start des Tages führt uns entlang des Oconaluftee Rivers, traumhaft schön.

Die Route führt uns sogar ans Eingangschild, also hier noch ein richtiges Touribild, obwohl unsere Reise sonst die Amerikaner eher erstaunt, weil wir eben gerade nicht den Touristenpfaden folgen wie andere Europäer.

Zeit vor der Abfahrt für die Routenplanung bis Nashville:

Man kann Wahlwerbung auch so anbringen…

Das schaut doch richtig kultig aus, das Pink Motel in Cherokee NC.

Clingman’s Dome, ein lohnenswerter Abstecher von der normalen Passtrasse durch den Park, von einer Rampe aus hat man einen super Blick, dazu ist auch die Rampe selbst schon kultig und sehenswert.

Der Appalachian Trail verbindet Georgia mit Maine, wer das durchwandert hat meine Hochachtung mehr als verdient…

Erster Halt in Tennessee, dem Staat des Whiskeys, der Moonshiner, der Musik..

…des entspannten Lebens…

…und des guten Espressos? Zumindest hier am Ende der Welt wurden wir nicht enttäuscht.

Diese Safarihütten könnte man hier käuflich erwerben, irgendwie cool sind sie ja schon.

Bei uns selten zu sehen, hier mag einer Deutschland und die Schweiz 🙂

Wieder mal ein klassisches Beispiel eines Altautos im Alltagseinsatz, Olds Station Wagen, ähnlich wie der Chevy Malibu

Ja auch Regen hatten wir ordentlich, aber das braucht die Natur auch im Frühjahr hier, dazu wollen wir jetzt sowieso durchfahren bis Nashville.

Nashville! Ob es sich lohnt das Kaff in den Südstaaten zu besuchen? Ich sage mal so; wer bei Country oder Rock Music komplett kalt bleibt kann es bleiben lassen. Für alle Anderen lohnt sich ein Besuch definitiv, es muss aber mindestens eine Nacht drin sein.

Cowboy im Rückspiegel 🙂 Falls Sie diesen Pickup hören wollen wie er an der Ampel losfährt, klicken Sie hier. 

Bahnhof Nashville

Auf der Ausgehmeile geht abends die Post ab, Leute wie mich die mit dem mitteleuropäischen Ausgangseinerlei nicht soo viel anfangen können, kommen hier auf ihre Kosten. Live Musik aus jedem Restaurant, man kann nach jedem Gang das Lokal wechseln und hat bis in die Nacht eine tolle Abwechslung. Hier geht Jung bis Alt gemeinsam hin um Country zu geniessen und feiern. Etwas passende Musik gefällig?

Auch die Etikettengestaltung verdient mal eine kleine Würdigung.

Zum Abschluss dürfen zwei neue Challengers nicht fehlen, das sind mal neue Autos die ich vorallem auch nachts für sehr ansprechend halte.

Den nächsten Morgen starten wir mal mit einer Erkundungstour um uns den Cumberland River in Nashville anzuschauen.

Ebenfalls typisch Amerika: Eiskühler an der Tankstelle und die Schulbusse

Hinweis an Neuzuzüger 🙂

Guter Input, bitte in Europa auch aufstellen…

Die heutige Route ist recht kurz und führt uns nach Bowling Green, `Vette City

Eine halbe Stunde nördlich sind wir schon in Kentucky auf dem Weg nach Bowling Green ins Corvette Museum.

Ein Besuch eines Truckstops an der Interstate darf auch nicht fehlen.

Diese Adresse darf nicht jedes Corvette-Navi in seinem Leben mal anzeigen:

ohne Worte 🙂

Beim Eintritt ins Museum kommt man zuerst gleich in die Auslieferungshalle wo stolze neue Besitzer ihren Neuwagen abholen können.

Das Museum wurde bekannt durch das „Loch“ in welches einige Corvettes verschwanden. Heute ist alles wieder aufgebaut und das Museum ist mit der stilvollen Umgebung einen Besuch wert.

Man vergisst es gerne bei uns aber die Amis waren nicht per se rückständig.

Amerikanischer Humor zum erwähnten Unglück.

Diesen John Deere Alligator haben wir auf dem Werksgelände gefunden…

Nach dem Museumsbesuch haben wir das Super8 Motel gleich nebenan bezogen. Man kann diese Filiale getrost auslassen. Der Pool wurde vom Gesundheitsamt geschlossen… Da haben wir es vorgezogen, den frühen Abend zum Erkunden der Stadt Bowling Green zu nutzen. Gut wir erkunden vielleicht etwas anders als andere Touristen aber davon hatten wir es ja schon.

Ein Dodge Händler in der Corvette-City, das liebe Europäer sind Farben! Nicht nur weiss, silber und schwarz!

In der nächsten Folge geht es weiter mit dem Train Museum von Bowling Green und unserer Reise hoch über West Virginia und Pennsylvania (durchs Amish People Land) nach New York State.

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2 Gedanken zu “Corvette, Südstaaten und Neuengland – Teil 2 mit North Carolina, Tennessee und Kentucky

  1. Danke für den Einblick in den aktuellen American Way of Life! Schöne Fotos, insbesondere auch nachts. Was mich etwas stutzig macht, sind die gewaltigen, hinteren Überhänge der Schulbusse. Perspektive oder Tatsache? Da könnte man bei engen Verhältnissen ja glatt von einem abbiegenden Schulbusheck erschlagen werden!

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    • danke für Deine Antwort 🙂
      Dieser Überhang ist mir auch aufgefallen, mein Reisebegleiter meinte, das sei wegen enger Abbiegungen. Oft hat es ja genügend Platz „in der Luft“ aber nicht in der Strassenbreite. Ja bei uns müsste man höllisch gut aufpassen!

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