Nachdem ich im ersten Teil den aktuellen Mustang der 7. Generation vorgestellt habe anhand meines Cabrios, geht es im zweiten Beitrag um den Vergleich zwischen Cabriolet und Fastback und um die Getriebefrage Automat oder Handschalter. Dank der Hilfe der NDI-Cars Garage in Steinebrunn TG, durfte ich ein ebenfalls atlasblaues Coupé mit Handschaltung probefahren.
Das sich zwei Mustangs in der nur anfangs der Produktion angebotenen und darum ziemlich seltenen Farbe atlasblau treffen, ist eher unwahrscheinlich. Als die NDI-Cars Garage ein handgeschaltetes Fastback genau in dieser Farbe in ihr Angebot aufnahm, kam die Idee auf, die identisch lackierten Autos zu vergleichen. Die Grundsatzentscheidungen beim Kauf eines Ponys zwischen festem Dach vs. Frischluft und Automatik vs. Handschaltgetriebe kann das Auto recht unterschiedlich daher kommen lassen. Bei einem solchen Vergleich hilft es, dass die Farbwahl (noch) keine Rolle spielt.
Mein Automatik-Cabriolet ist vermutlich so konfiguriert, wie sich ihn die meisten Interessenten vorstellen. Offenfahren ist ja eher ein Dahingleiten als sportliches Fahren, Genuss der Gegend als das zügige Absolvieren von Kurven steht im Vordergrund. Das kann er auch sehr gut und ist dabei nicht zu hart gefedert, das optionale Magneride könnte hier natürlich noch das Tüpfelchen aufs „i“ setzen. Der hier vorgestellte Fastback kommt passend mit Handschaltung.
Das 6-Gang-Getriebe schaltet sich sehr gut und die Motorelektronik gibt beim Runterschalten gekonnt Zwischengas. Ein gestandener Oldtimerfahrer ist anfangs fast etwas überfordert, dass ihm das Auto die Arbeit diesbezüglich abnimmt, geniesst das Feature aber nach einigen Kilometern durchaus! 🙂 Faszinierend aber ist für mich, den tollen 5.0 Coyote-Motor mal „direkt“ zu erleben, sprich ohne den Wandler der Automatik. Es ist ein sehr tieftouriges Fahren und auch ab 1000 U/min jederzeit ein zügiges Beschleunigen möglich. Da 6 Gänge gegen 10 stehen, ergeben sich natürlich beim Handschalter weniger Schaltvorgänge, was nicht nur negativ ist. Beim 10-Gang gibt es einiges zu schalten beim manuellen Eingriff, auch wenn das dank der Paddles auch mit Freude geht, siehe Teil 1 des Mustang-Berichts. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Verbrauch mit Handschaltung tiefer ist als die 0.1l, welche offiziell als Unterschied zum Automatikgetriebe angegeben werden. In puncto Verbrauch bin ich aktuell bei 11.72l im vorderen Drittel auf Spritmonitor, zwei aktive Teilnehmer des Gen7-Forums sind hier aber noch deutlich vor mir mit aktuell 11.0 und 10.44l. Damit ist der Mustang kein Sparwunder, Ford verzichtete auch auf eine Zylinderabschaltung. Für die gebotenen Fahrleistungen finde ich den Verbrauch aber akzeptabel.
Ein Plus des Fastbacks ist der Kofferraum der sogar über die getrennt umlegbare Rückbank erweitert werden kann. Die Ladeluke selbst ist aber nicht grösser als beim Cabrio. Die Kopffreiheit beim Fastback hingegen ist nur für Kinder bis zum Teenageralter brauchbar. Wer wie wir mit grösseren Kindern oder gar Erwachsenen unterwegs sein möchte, greift mit Vorteil zum Cabrio.
Mir gefällt die im Vergleich zum Dark Horse schlichtere Heckpartie des GT Fastbacks.
Was in den USA beliebt ist, sind folierte Farbakzente wie beispielsweise GT-Streifen, mattschwarze Kleber für Teile der Motorhaube oder eine wehende Amiflagge etc. Die Ideen sind vielfältig aber meines Erachtens auch das Risiko, das Auto optisch zu überladen.
Der 5.0 GT mit dem Performance Package ist in Europa Standard.
Die kleine old school Antenne hat übrigens nur das Cabriolet. Gott sei Dank, so kann Jimmy unser Cowboy immer mitfahren. 🙂
Der versprochene Vergleich mit dem Camaro folgt noch, ebenso mehr über die digitalen Möglichkeiten sowie (sobald die Zeit hierfür reicht) von einer grösseren Tour!
Dieser Beitrag ist ohne Sponsoring aber mit freundlicher Unterstützung der Familie Nussberger mit dem Ausleihen des Fastbacks produziert worden. Dieses Auto ist aktuell im Verkauf 🙂










