Es gibt verschiedene Traditionen welche uns jedes Jahr wieder begegnen. Die Einen sind etwas weniger angenehm wie z.B. die Steuererklärung oder die Krankenkassenrechnung, andere hingegen erfreuen uns jedes Jahr wie Weihnachten oder die Oldtimerspendenaktion der Lebenshilfe Giessen in Deutschland. Ich habe Bauklötze gestaunt, als ich von Reinhard Schade dieses Jahr den Informationsbrief erhielt. Eine so zahlenmässig grosse Zahl an Oldtimer aus so vielen Ländern und Bereichen, vom englischen Roadster über ein US-Bestseller Coupé, einem französischen Cabriolet, einen Transporter bis zu mehreren bundesdeutschen Luxuslimousinen!
Ich frage mich immer; wer bringt hier die Ordnung rein und nach welchen Kriterien? Als Schweizer sehe ich natürlich den Ami auf Platz 1, wobei… so eine französische Limousine wär echt nett…Transportkapazität ohne Langeweile, einen Taunus könnte jeder Familienvater oder Hausbesitzer brauchen… wobei, ein englischer Roadster der Genuss auch mal ohne Nachwuchs verspricht… doch Reinhard, Platz 1 ist mit dem Austin Healey gut getroffen. Sein grosser 6 Zylindermotor hilft, die Flucht aus dem Alltag zügig anzutreten.
Ein Blog der dauernd von Amerikanern schwärmt ist ja langweilig… aber die Kisten sind halt einfach stabil und bringen jeden Fahrer schnell in einen gesunden Entspannungsmodus.
Beim Taunus wird das Transportieren vom „Müssen“ zum „Dürfen“… müsste man nicht der Nachbarin noch helfen ihre Möbel zum Secondhand zu fahren? Jeden Tag eine gute Tat!
Ein kleiner Franzose mit praktischer viertüriger Karosserie und Schiebedach, was braucht das Oldtimerherz mehr?
Ok, wenn Sie Teutone sind und natürlich auch Ordnung in den Karosserielinien suchen, das bietet der Prinz. Aber damit tun wir ihm unrecht, er ist kein Langweiler. Nein, er ist schon eher der kleine Bruder des Chevy Corvair und damit ebenfalls charmant und lässig gleichezitig.
Auch wenn ich den Golf I und II mag, der Peugeot 205 darf nicht unterschätzt werden. Er ist sowohl wertig gebaut und bereitet als Cabriolet Fahrspass mit kleinem Spritdurst.
Ein Geschäftsfreund meines Vaters hatte genau diese Farbe, als Audi 100-Nachwuchs war ich immer neidisch auf den verhältnismässig riesigen Motor für dessen Grösse prominent auf der Heckklappe Werbung gemacht wurde.
Mercedes 190… was soll ich hier schreiben. Das Auto ist bis auf die etwas minderwertige Karosserie für ein Premiumprodukt (altes Thema der Rostanfälligkeit aller Sterne, wobei da der 190er den Musterknaben unter den Benzrostern darstellt) top, allerdings etwas emotionslos im Vergleich zu all den anderen schillernden Figuren in dieser Liste.
BMW 740i, ein luxuriöser Gleiter, die goldene Mitte zwischen Leistungshunger und Budgetverhandlungen im Unterhalt.
MX5, besser kann man englische Roadster wohl nicht kopieren. Nur die britischen Unzulänglichkeiten gingen vergessen, da sind die Japaner einfach zu perfekt.
Eigentlich würde ein solcher Polo ja 98% der Bevölkerung genügen, wertig gebaut, was nicht dran ist, geht nicht kaputt und was dran ist, lässt sich ohne markenspezifisches Spezialwerkzeug in Schuss halten.
Wer teilnehmen möchte findet alle relevanten Informationen hier. Achja… auch wenn Sie nicht gewinnen, Ihr Geld ist gut angelegt für einen wohltätigen Zweck.













