VW Golf GT syncro – der etwas andere Zweier Golf

Die Golf-Familie wird immer grösser und leider mit jeder weiteren Generation auch immer austauschbarer. Das war aber nicht immer so, zu Zeiten von Golf I und II und teilweise auch noch während Nummer III und IV war der Golf DER Volkswagen.

Eine pointierte Werbung die uns mitteilte, dass man bei einem VW wisse, was man habe, unterstütze dies gelungen. Nachdem der gerne rostende Golf I 1983 abtrat, kam der legendäre Golf II. Etwas grösser (ams-Autoren nennen das „erwachsener“) und sicherer wurde er, aber vor allem wurde er langlebiger und damit zu einem Beispiel an nachhaltigem Automobilbau. Nachdem ich bereits vor Jahren einen GTI G60 sowie einen GTD fahren durfte, darf ich jetzt eine weitere Rarität unter den Zweier Gölfen fahren: einen GT syncro. Vor mir steht ein optisch auffälliger Wagen, er ist deutlicher höher dank eines optionalen Schlechtwegefahrwerks. Aussen fällt ein starker Rostbefall nur im Heckbereich auf, von dem aber nicht auf den restlichen Wagen geschlossen werden darf. Denn dieser empfängt mit einem sehr gepflegten Innenraum mit ebenfalls optionalen Recarositzen. Trotz über 300’000km schaut alles sehr ansehnlich aus. Mit dem Einschalten der Zündung meldet sich ein weiteres eher seltenes Extra für einen Kompaktwagen dieser Zeit: ein ABS ist ebenfalls an Bord. Dieses Allradauto ist mit dem kurzen Radstand und der Anhängerkupplung wohl der Traum jedes Bergbauern. 

Der 98 PS Motor mit 1.8 Litern klingt sofort vertraut nach VW. Er ist kein Sportler ermöglicht aber auch heute ein angemessen zügiges Fortkommen. Unterwegs fällt mir auf, dass ich in einem Youngtimer gegrüsst werde, obwohl es „nur“ ein weitverbreiteter Golf ist. Ob es an seinem hochbeinigen Erscheinungsbild liegt? 

Das Fahrgefühl ist angenehm und es kommt kein SUV-Gefühl auf, selbst auf engen Kurvenstrassen ist er angenehm knackig zu fahren. Hier kommt ihm der regelmässige technische Unterhalt seines Vorbesitzers zu Gute. Investitionsbedarf für den jetzigen Besitzer besteht sicher noch im Heckbereich was die braune Pest angeht, obwohl interessanterweise hier auf den ersten Test nichts durchgerostet ist. 

Fazit: Ich habe vergessen, wie viel Fahrspass ein normal motorisierter Golf II machen kann. Ich denke, das ist bei einem normalen CL/GL nicht viel anders, nur die tollen Recarositze würde ich dort vermissen. Sie bieten den Sitzkomfort moderner Autos wo viele Young- und sowieso Oldtimer meines Erachtens ihre grösste Schwäche haben. (der Autor wird auch älter…) 

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