Europas Traumstrassen, Teil 3: E6 Narvik – Kirkenes, Norwegen

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Man muss noch ein paar Kilometer vor sich haben im Leben. Zum Beispiel die traumhafte E6.

Vorneweg ein Hinweis: Reise und Fotos aus 1995.

Lage
E6
Im äussersten Norden Norwegens und damit Europas.

Länge
Der beschriebene Abschnitt misst 1027 km. Allerdings laden unterwegs mehrere lohnende Abstecher zu Umwegen ein. Sicher das (überlaufene) Nordkapp, die Nordlichter-Stadt Tromsö und sowieso die nahe gelegenen, schroffen Trauminseln Lofoten und Vesteralen.

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Tromsö mit seiner „Eismeerkathedrale“ (weisser Bau rechts)
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Nordkappfelsen bei typischem Wetter

Landschaft
Golfstrom-bedingt wächst in Küstennähe trotz sehr nördlicher Breite noch erstaunlich viel Baumbestand und Buschwerk. Verlässt man die Küste und steigt in die Höhe, wird es dann schnell karg. Niederschläge können schon im Sommer tief hinunter als Schnee fallen. Im Spätsommer wird es schön farbig: Laub, Moose und Flechten zaubern einen Farbenteppich hin.

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Honningsvag, Hauptort der Nordkappinsel Mageröya. Im Hafen ankert ein Schiff der „Hurtigruten“ (Linienverkehrsroute der norwegischen Küste entlang).
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Kultur
Über der Polarkreis ist das Volk der Samen zuhause. Die interessante Lebensweise dieser Menschen und ihre lange, reiche Geschichte lässt sich im Alta-Museum gut erfahren. Dort sind in grossartiger Umgebung Felszeichnungen zu bewundern. Rentierherden und Fischerdörfer säumen die Strasse. Neuere Geschichte gibt’s in Vadsö zu sehen mit seinem historischen Ankermast für die Luftschiffe der Polarexpeditionen Amundsens und Nobiles.

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Was macht diese Strasse so speziell?
Sie ist für unseren Kontinent vergleichsweise einsam, weitläufig und wild. Was auch auf das Klima zutrifft: wir hatten damals so zwischen 7 und 12 Grad. Sommertemperatur. Die Strasse führt durch sehr rauhes, ausgefranstes Küstengebiet einerseits. Damit kontrastieren die weiten Inlandabschnitte, die andererseits durch sanft hügeliges, karg bewachsenes Weide-/Sumpf-/Niemandsland führen. Den Küstenverlauf brechen zahlreiche Brücken sowie ab und zu eine Fährenüberfahrt.

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Damit gefahren
Toyota Corolla Compact 1,3 XL. Etwas grösseres konnte man sich im teuren Norwegen nicht leisten… Was mir vom Corolla in Erinnerung blieb: Nervenkitzel mit der Tankuhr, die nach der Hälfte davoneilte.  Dabei waren wir mitten in Lappland, meilenweit von Tankstellen entfernt… Ansonsten: gepflegte, zuverlässige Langeweile. Einsteigen, Gas geben, ankommen. Immerhin.

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Davon gäbe es auch noch eine gehopfte Variante mit Geschmack: Wasser der Mack-Brauerei aus Tromsö.

Zum Schluss noch ein Hinweis. Heute heissen nicht mehr alle Abschnitte „E6“. Und: ja, teilweise sind die Fotos auf Abstechern abseits der E6 entstanden. Nur so, um darauf hinweisende Kommentare von Ortskennern vorzubeugen 😉

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